Schierstein und der Rheingau – ganz Wiesbaden – hilft ganz konkret, mit Lebensmittel, Zelten, Verbandszeug, Generatoren oder Feuerwehrautos.

Die Europa-Union Wiesbaden Rheingau-Taunus hat vorgeschlagen, nicht zuletzt wegen der engen Verbundenheit, die bestehende Städteteilpartnerschaft zwischen Wiesbaden-Schierstein und  Kamenez-Podolski auf eine Städtepartnerschaft auszuweiten. Seit Kriegsbeginn organisieren unter der Leitung des Rotary Club Wiesbaden- Nassau zahlreiche Firmen, darunter auch Schiersteiner Unternehmen, monatliche Hilfskonvois für die leid geplagten Menschen in der Ukraine. (Wiesbaden lebt! berichtete)

„Das ist ein deutliches Zeichen der Solidarität, das zeigt: Wir gehören zusammen, wir arbeiten gemeinsam an einer guten, europäischen Zukunft für die Ukraine. In diesen dunklen Zeiten machen solche Verbindungen Mut.“ – Bundes-Entwicklungsministerin Svenja Schulze

Immer mehr deutsche und ukrainische Kommunen verbinden sich mit Städtepartnerschaften: Stand heute ist die Zahl der Partnerschaften auf 80 angestiegen von A wie Alzenau bis Z wie Zwickau. Weitere 41 deutsche Kommunen haben ihr Interesse an einer Partnerschaft bekundet. Ob die Idee der Städtepartnerschaft zwischen Wiesbaden und Kamenez-Podolski hier beiertest eingerechnet ist, haben wir auf Nachfrage bei der SPD-Stadtverordnetenfraktion nicht in Erfahrung bringen können.

„Die große Hilfsbereitschaft in Wiesbaden und besonders Schierstein im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg zeigt deutlich, dass diese Verbindung von vielen Menschen und ihrem Engagement getragen wird.“Dr. Hendrik Schmehl

In einer Pressemitteilung teilt der Fraktionsvorsitzende mit , dass die SPD einer Ausweitung der Stadtteilpartnerschaft zwischen Schierstein und der westukrainischen Stadt Kamenez-Podolski zu einer Partnerschaft auf Stadtebene positiv gegenüberstehe. Das habejüngst die Europa-Union Wiesbaden Rheingau-Taunus vorgeschlagen, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Hendrik Schmehl.

„Bevor die Stadt hier offiziell tätig wird, müssen alle Beteiligten zustimmen und die Frage des richtigen Zeitpunktes geklärt werden.“ – Dr. Hendrik Schmehl

Schmehl betont, dass letztlich aber die bisherigen Träger der Stadtteilpartnerschaft aus Schierstein und Kamenez-Podolski selbst entscheiden, ob sie diesen Weg hin zu einer Städtepartnerschaft mit Wiesbaden selbst auch wünschen.

Kamjanez-Podilskyj

Kamjanez-Podilskyj ist eine der ältesten Städte der Ukraine. In Chroniken wird die Stadt bereits im Jahr 1106 erwähnt. 1918 wurde hier die Nationale Iwan-Ohijenko-Universität als erste ukrainische Universität gegründet und 1919 war die Stadt Interimssitz der Ukrainischen Nationalregierung. Sie liegt etwa 20 km nordöstlich von Chotynin einer landschaftlich reizvollen und strategisch außergewöhnlichen Lage.

Foto oben – Grzegorz Gołębiowski – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Weitere Nachrichten zu den Städtepartnerschaften lesen Sie hier.

Die Internetseite zu Wiesbadens Partnerstädten finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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