Gestaltungsmerkmale aus der Epoche des Jugendstils sind in Wiesbaden an zahlreichen Gebäuden sowie in ihrer Innenausstattung zu finden. Überall zeichnen sie die Stadt.

Wiesbaden feiert 2019 das „Jugendstil Jahr“. Daran beteiligen sich das Stadtarchiv und die Kunstarche mit jeweils einer Ausstellung. Die Bezeichnung Jugendstil – für die Epoche von etwa 1895 bis 1910 – leitet sich von der Münchner Zeitschrift Jugend ab.

Stadtarchiv, kurz gefasst

Ausstellung – Bekannte und unbekannte Jugendstilbauten fotografiert von Michael Lebed
Wann: Sonntag, 26. Mai 2019, 11:30 Uhr
Wo: Stadtarchiv, Im Rad 42, 65197 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: frei

Seit dem Erscheinen ihres ersten Jahrgangs 1896 war die Zeitschrift Jugend ein Sprachrohr dieser künstlerischen Bewegung war. Eine  Stilbewegung, die kein deutsches, sondern ein europäisches Phänomen war und in Europa, in jedem Land, einen anderen Namen sowie durchaus mit unterschiedliche Erscheinungsformen hatte.

Jugendstil in Wiesbaden

Der Jugendstil in Deutschland zeichnete sich unter dem Einfluss Frankreichs und Belgiens durch florale und ornamentale Formen, aber auch unter dem Einfluss der Wiener Secession durch strengere, geometrische Formen aus. Für die Ausbreitung des Jugendstils in Deutschland war Darmstadt von herausragender Bedeutung. Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein ließ bereits vor 1900 Räume im Neuen Palais in Darmstadt von englischen Jugendstilkünstlern einrichten. Im Gegensatz zu Darmstadt ist der Jugendstil in Wiesbaden wenig beachtet worden. Lediglich die Denkmalpflege wies mit ihren Publikationen auf das Phänomen an Bauwerken der Stadt hin. Das Stadtarchiv ordnet die die Blicke der Betrachter neu – und präsentiert Fotografien von Michael Lebed mit bekannten und unbekannten „Jugendstil“-Bauten und -Bauelementen in Wiesbaden.

Kunstarche, kurz gefasst

Ausstellung – Gesamtkunstwerker der Jugendstiel,  Hans Christiansen
Wann: Sonntag, 26. Mai 2019, 11:30 Uhr
Wo: Stadtarchiv, Im Rad 42, 65197 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: frei

Zeitgleich mit der Ausstellung des Stadtarchivs eröffnet die Kunstarche eine Einzelausstellung über Hans Christiansen als Gesamtkunstwerker des Jugendstils. Er lebte von 1911 bis zu seinem Tod 1945 mit seiner eleganten Frau Claire und drei Kindern in Wiesbaden in der Wilhelmstraße 17. Ein Weltbürger und Grandseigneur, fertigte er Entwürfe für Mode und verfasste philosophische Schriften. Im Brotberuf war er auch Porträtmaler und Professor an der hiesigen Kunstgewerbe-Schule und Volkshochschule. Seine Mitarbeit an Jugend – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben (1897) wie seine große Schaffenskraft in seinen Darmstädter Jahren 1898 bis 1911 kann aufgrund von Leihgaben aus der Sammlung Kirsch und historischer Fotos gezeigt werden.

Möchten Sie sich vor Besichtigung der Ausstellung ein Build über Jugendstil-Bauten in Wiesbaden verschaffen, empfehlen wir den gleichnamigen Artikel auf Wiesbaden.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!