Wie gelingt es, politische, historische und kulturelle Verhältnisse in einem neuen Licht zu zeigen? Yama Rahimi geht der Frage an der EBS nach.

Welche Wirkung haben diese Perspektivwechsel auf den Betrachter? Mit seinen Bildern und Videos geht der Jungkünstler Yama Rahimi dieser Fragen in einer Ausstellung an der EBS Universität in drastischen Motiven aus seiner afghanischen Heimat nach.

EBS Universität, kurzgefasst

Ausstellung: „Impressionen aus Afghanistan“
Wann: Freitag, 5. Mai bis 6. Juni 2017
Vernissage: Freitag, 5. Mai 2017, 19:00 Uhr
Wo: EBS Campus, Rheingaustraße 1, 65375 Oestrich-Winkel (Karte / Navigation)
Eintritt: frei

Nicht die abgebildeten Landschaften und Menschen, sondern der besondere Blick auf ihre Geschichte zeichnet die Arbeiten von Yama Rahimi aus. Denn dieser Blick ist „unmöglich“: Er löst existenzielle Gegensätze auf und fordert dazu auf, Dinge und Verhältnisse aus Perspektiven zu betrachten, die sich eigentlich ausschließen.

„Meine Bilder sollen den Betrachter dazu auffordern, vollkommen neue Perspektiven einzunehmen. Gleichzeitig spiegelt sich in den Motiven die Vielfalt und Schönheit der afghanischen Kultur und Landschaft wider.“ – Yama Rahimi, Künstler

In seiner „Farkhunda Performance“ von 2015 zeigte er sich und andere Männer in Kabul im Spiegel einer jungen Frau, die gesteinigt wurde. Die betrachtenden Männer sehen das Mädchen als Vervollständigung und gleichzeitig Infragestellung ihres eigenen Spiegelbildes.

Zur Person Yama Rahimi

Konzeptionelle Fotografien und Kurzfilme sowie Installationen und Performances bilden den Kern von Rahimis Werk, der bereits an mehr als zwanzig Ausstellungen in Afghanistan und anderen Ländern teilgenommen hat. Yama Rahimi graduierte mit einem Bachelor  in Filmwissenschaften an der Universität Kabul und unterrichtete anschließend am “Center for Contemporary Arts Afghanistan“ (CCAA).

„Do it!“

Er flüchtete im Herbst 2015 aus seiner afghanischen Heimat und strebt nun ein Masterstudium in Deutschland an. „Diese Ausstellung soll ihm dabei helfen, seinem Ziel ein Stück näher zu kommen und seine besondere Geschichte zu erzählen“, so Dr. Marcus Kreikebaum, Executive Director des Instituts für Unternehmensethik, der im Rahmen des Lernprogramms „Do it!“ die Ausstellung gemeinsam mit EBS Studierenden initiiert hat. Die EBS Universität möchte Rahimis Bekanntheit fördern und ihn zugleich dabei unterstützen, sein künstlerisches und akademisches Leben in Deutschland fortzusetzen.

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