Wiesbaden erweitert die Kohlheckschule: Spatenstich markiert den Start für mehr Raum, Ganztag, Sport und nachhaltige Architektur.
Mit dem symbolischen Spatenstich beginnt an der Kohlheckstraße sichtbar, was in Wiesbaden seit Jahren diskutiert wird: Schulen brauchen Platz, Zeit und Ideen. Die Landeshauptstadt setzt dort an und beginnt mit dem Erweiterungsbau der Kohlheckschule – nicht als Provisorium, sondern als langfristige Investition in Bildung, Betreuung und Stadtteilentwicklung.
Mehr Raum für Alltag und Ganztag
Der Neubau erweitert die bislang dreizügige Grundschule auf vier Züge. Künftig lernen, essen und spielen hier rund 400 Kinder mehr Raum ein. Eine neue Mensa mit Küche organisiert den Schulalltag neu, Ganztagsräume strukturieren den Nachmittag, eine Doppelsporthalle öffnet sich auch für den Stadtteil. Lernen endet hier nicht nach der letzten Stunde, sondern zieht sich durch den Tag – begleitet, organisiert und gemeinsam.
Bildung als Stadtaufgabe
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende ordnet den Bau politisch ein: Jede Schule, die wächst, stärkt die Stadt. Wiesbaden reagiert auf steigende Schülerzahlen, veränderte Familienmodelle und neue pädagogische Anforderungen. Schuldezernent Dr. Hendrik Schmehl ergänzt, dass Räume mehr leisten müssen als Quadratmeter zu füllen: Sie sollen Austausch ermöglichen, Rückzug erlauben und Gemeinschaft fördern.
Nachhaltigkeit in Holz und Strom
Der Erweiterungsbau setzt auf einen Holz-Massiv-Hybridbau. Eine hinterlüftete Holzlamellenfassade verbindet die Gebäudeteile, ein begrüntes Retentionsdach speichert Wasser und schützt vor Hitze. Eine Photovoltaikanlage mit rund 200 kWp liefert Strom, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sorgt für Wärme. Klimaschutz läuft hier nicht nebenbei, sondern von Anfang an mit.
Klare Struktur, kurze Wege
Architektonisch trennt der Bau Funktionen, ohne sie zu isolieren. Im Süden entsteht die Doppelsporthalle, im Norden gruppieren sich Mensa, Küche und Unterrichtsräume. Eine zentrale Eingangshalle verbindet alle Ebenen. Wege verkürzen sich, Orientierung fällt leichter – auch für Kinder, die morgens noch nicht ganz wach sind.
Zeitplan und Kosten
Die WiBau GmbH steuert Planung und Umsetzung. Rund 3.961 Quadratmeter Bruttogrundfläche entstehen, die Investition liegt bei etwa 26,7 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant. Bis dahin bleibt der Spatenstich mehr als Symbol: Er markiert einen Anfang, der lange wirken soll.
Foto – n.n., Dr. Gerhard Obermayr, Andreas Kowol, Dr. Hendrik Schmehl, Andreas Guntrum, Christa Gabriel, Gerd-Uwe Mende, beim Spatenstich zum Erweiterungsbau der Kohlheckschule ©2025 LH Wiesbaden
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