Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall zu Ausständen auf. Auch in Wiesbaden kam es zu einem ersten Warnstreik.

Warnstreik. Mit Transparenten, Fahnen und Trillerpfeifen zogen rund 250 Beschäftigte der Federal-Mogul GmbH durch Wiesbaden-Schierstein und machten sich für ihre Forderung nach 8 Prozent Lohnerhöhung für 12 Monate stark. Bislang gibt es wenig Bewegung in der laufenden Tarifrunde. Erst in der dritten Verhandlungsrunde legte die Arbeitgeberseite ein völlig unzureichendes Angebot vor: Mehr als Einmalzahlungen soll es nach Vorstellung der Arbeitgeber nicht geben. Bislang gibt es kein Angebot über eine konkrete prozentuale Erhöhung der Entgelte. Diese Blockadehaltung provoziert Warnstreiks. Heute sind wir in Wiesbaden gestartet, weitere Warn-streiks in der Region werden folgen, so Claudia Hülsken, politische Sekretärin der IG Metall Mainz-Wiesbaden.

„Nicht zuletzt mit Blick auf die zuletzt stetig steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten, sind die Forderungen der IG Metall mehr als berechtigt und angemessen.“ – Sascha Schmidt, DGB-Kreisverband Wiesbaden Rheingau-Taunus

Auch die Belegschaft der Federal-Mogul GmbH erwartet ein besseres Angebot bei der nächsten Verhandlung. Dirk Schneider, Betriebsratsvorsitzender und Vertrauensmann der IG Metall, betont, dass seine Kollegen in den letzten Jahren auf tarifliche Leistungen verzichtet haben würden, um die Zukunft des Standorts abzusichern. Jetzt geht es darum, die Belegschaft bei steigenden Energiepreisen und Lebenshaltungskosten finanziell abzusichern. Es werde endlich Zeit für eine gute Entgelterhöhung – auch als Wertschätzung der Mannschaft gegenüber, die den Laden in der Corona-Pandemie am Laufen gehalten habe.

Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Gehalt

Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von acht Prozent für die Laufzeit von zwölf Monaten – es ist die höchste Forderung in der Branche seit 2008. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann drängte darüber hinaus auf schnelle staatliche Hilfen, weil selbst mit acht Prozent die erwarteten Mehrkosten nicht aufgefangen werden könnten.

Foto oben ©2022 DGB

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