Mit Wasser lässt sich kochen. Wasser kann man trinken. Wasser lädt zum Baden ein. Auf Wasser kann man fahren: Es ist der Stoff vieler Seefahrtsgeschichten. Tamargeschichten?

Siehst die Mädchen so frank und die Männer so frei, Als wär‘ es ein adlig Geschlecht, Gleich bist du mit glühender Seele dabei: So dünkt es dich billig und recht, so warnte einst Karl Simrock seinen Sohn davor, an den Rhein zu ziehen.

Jahr des Wassers, kurz gefasst

Lesung – Lyrik und Gedicht über den Vater Rhein
Wann: Freitag, 16. September 2022, 19:00, Boarding 18:45 Uhr
Wo: Tamara Anlegestelle Schierstein, 65201 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Kosten: keine, um eine Spende wird gebeten

Anmeldung: bitte vorab anmelden unter stadtbibliothek@wiesbaden.de

Der deutsche Dichter und Philologe aus Bonn warnte seinen Sohn nicht aus Angst vor Hochwasser. Vielmehr aus Angst vor der rheinischen Lebensfreude und Spaß, die bekanntlich ansteckend ist. Das war im 19. Jahrhundert. Wenn am die Tamara am 16. September an der Anlagestelle in Wiesbaden Schierstein ablegt, geht es nicht darum Personen zu warnen. Wie im Mai und Juni diesen Jahres (Wiesbaden lebt! berichtete) wird die Tamara dann wieder ein Schauplatz für Kultur.

„Herr Steuermann, Herr Steuermann, leg an der Brück von Köllen an! Ein Schifflein kommt gefahren wohl über den grünen Rhein. Was hat das Schiff geladen? –  Ei, roten Wein, ei, weißen Wein, den hat das Schiff geladen.“ – Paula Dehmel

Schwingende Klänge werden auf den Wellen des Rheins bei einer Bootsfahrt mit dem Fährschiff zu hören sein. Liegen in den Worten über Wein und Rhein auch jene Wahrheiten, die ja angeblich nur im Wein liegen sollen? Oder finden sich Wahrheiten auch in Gedichten und Melodien?

„Aller Sonnenschein, Der einen Sommer lang Längs dem schönen Rhein Sich um die Berge schlang, Breitet heute aus dem Wein zumal Seine Glorie durch den weiten Saal.“ – Gottfried Keller

Verse und Töne jedenfalls werden zwischen Rebhängen und Rheinwasser flirren, fliegen und fangen sich in den Rheinauen. Die Musiker Reinald Döbel (Maultrommel, Kalimba) und Hans-Jürgen Fischer (Saxophon, Flöte) setzen kräftige Akzente, musikalische Widerworte zu den Gedichten Bernd Stickelmanns, der den romantischen Rheingedichten Bilder des gegenwärtigen Erfahrens und Erlebens der Landschaft hinzufügt .

Foto oben ©2018 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite der Fähre Tamara finden Sie unter www.volker-reitz.de.

 

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