Was ist von einer Dokumentation über Architektur zu erwarten? Können Bauten nüchtern betrachtet Spannung entwickeln? Wer war Samuel Buickles, Eladio Dieste oder  Julio Vilamajó?

Die Wiesbadener Architekturfilmtagen widmen sich Ende Juni vier Tage lang dem Genre Architektur. Dabei zeigt das Murnau-Filmtheater und die Caligari Filmbühne in Kooperation mit dem WAZ – Wiesbadener Architektur Zentrum -verschiedene Filme zu dem Thema. Am Donnerstag und Freitag, 22. und 23. Juni, sind in einer Rhein-Main-Premiere zwei Filme von Heinz Emigholz aus seinem Werk „Streetscapes“ zu sehen, die er auf der diesjährigen Berlinale vorstellte. Der Macher Heinz Emigholz wird am 22. Juni im Caligari zu Gast sein.

Architekturfilmtage, kurzgefasst

Filmvorführung: Alle File auf einen Blick, siehe unten
Wann: Donnerstag, 23. bis Sonntag, 25. Juni, vier Tage
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Murnau Filmtheater, (Karte / Navigation)

Eintritt: 6,00 Euro, ermäßigt 5,00  Euro

Eintrittskarten gibt es auch bei der Tourist Information am Marktplatz.

Bei seinem Film „Bickels [Socialism]“ widmet sich der Regisseur dem Kibbuz-Architekten Samuel Bickels. Er nähert sich 22 Bauten an, die Bickels in Israel errichtet hat. Meist öffentliche, lichte Gebäude, geschaffen im Geiste einer sozialistischen Idee und erfinderisch eingebettet in die Landschaft.

Es ist eine Architektur, die heute für Umwidmung, Leerstand und Verfall steht. Das Kulturhaus „Casa do Povo“ in São Paulo wird im Prolog des Films thematisiert. Der Epilog des Films erzählt die tragische Geschichte des Kibbuz Vio Nova, der ein erstes Mal unter dem britischen Mandat über Palästina scheiterte und ein zweites Mal am Stalinismus, um durch die deutsche Besatzung endgültig liquidiert zu werden.

Die Arbeiten des Eladio Dieste

Der Dokumentarfilm „Dieste [Uruguay]“ über den uruguayischen Architekten und Schalenbaumeister Eladio Dieste führt in drei Episoden durch sein Werk: Von den Einflüssen seines älteren Kollegen Julio Vilamajó über Diestes eigene Industrie- und Zweckbauten, die von 1955 bis 1994 entstanden bis hin zu seinem Spätwerk.

Lebenswerk Oscar Niemeyer

Ob nun das Nationalstadion von Rio de Janeiro oder das UN-Hauptgebäude in New York – Oscar Niemeyer realisierte mehr als 600 ungewöhnliche Bauten. Der Dokumentarfilm über ihn zeigt, wie der Architekt zu seinem besonderen Stil kam – und wie staubtrocken er das Leben betrachtet.

Oscar Niemeyer ist der letzte noch lebende Vertreter der klassischen Architektur-Moderne des letzten Jahrhunderts. Entstanden 2007 zu seinem 100. Geburtstag lässt dieser Dokumentarfilm den Stararchitekten selbst die Geschichte seiner großen Bauprojekte erzählen;

Programm der Architekturfilmtage

Donnerstag, 22. Juni, 20 Uhr: „Bickels [Socialism]“, zu Gast: Heinz Emigholz im Caligari;
Freitag, 23. Juni, 20.15 Uhr „Dieste [Uruguay]“ im Murnau-Filmtheater;
Samstag, 24. Juni, 20 Uhr, „Oscar Niemeyer – Das Leben ist ein Hauch“ im Caligari.
Sonntag, 25. Juni, 20.15 Uhr, „High Rise“ im Murnau-Filmtheater.

Eintrittskarten zu 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es für die Vorstellungen im Caligari bei der Tourist Information, Marktplatz 1 und an der Kinokasse der Caligari Filmbühne, Markplatz 9. Für die Vorstellungen im Murnau-Filmtheater können Karten reserviert werden per Mail an filmtheater@murnau-stiftung.de oder telefonisch unter (0611) 9770841 (Montag bis Freitag 10 bis 12 Uhr).

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