Neue Mitglieder, neue Projekte: Der Gestaltungsbeirat berät öffentlich über Wohnbau und Denkmalschutz.
Wiesbaden diskutiert wieder über seine Zukunft in Stein, Glas und Ziegel. Der Gestaltungs- und Denkmalbeirat lädt am Mittwoch, 25. Februar, von 14.45 bis 16.30 Uhr zur öffentlichen Sitzung ins Verwaltungsgebäude am Gustav-Stresemann-Ring 15. Wer wissen will, wie die Stadt wachsen will – und was sie bewahren muss –, sollte zuhören.
Neue Köpfe, neue Perspektiven
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende eröffnet die Sitzung und stellt die neuen Mitglieder des Gestaltungsbeirats offiziell vor. Sie übernehmen Verantwortung für die kommenden Jahre, bringen unterschiedliche fachliche Hintergründe mit und prägen künftig die Diskussion um Baukultur in Wiesbaden.
Mit der Neubesetzung schärft die Stadt ihr beratendes Gremium neu. Architektinnen, Stadtplaner, Denkmalexperten und weitere Fachleute bündeln ihre Perspektiven. Sie prüfen Entwürfe, hinterfragen Konzepte und fordern Qualität ein. Der Beirat arbeitet unabhängig. Er wägt ab, er argumentiert, er empfiehlt – und er mischt sich ein, bevor Entscheidungen fallen.
Breckenheim im Fokus
Danach richtet sich der Blick auf die Rieslingstraße in Breckenheim. Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Stemmler, westlich der Karl-Albert-Straße, soll ein neues Wohnquartier entstehen. 16 Reihenhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser stehen zur Debatte. Die Planer zeigen Entwürfe, erklären Konzepte, beantworten Fragen. Der Beirat diskutiert, wie sich das Quartier in den Ort einbettet, wie Wege verlaufen, wie Dächer wirken, wie Fassaden sprechen.
Hier geht es nicht nur um Grundrisse. Es geht um Nachbarschaft, um Dichte, um Freiräume. Wer baut, greift in bestehende Strukturen ein. Wer plant, gestaltet Alltag.
Zwischen Bewahren und Verändern
Auch der Umgang mit denkmalgeschützten Siedlungen in Kostheim, an der Waldstraße und im Rheingauviertel steht auf der Tagesordnung. Wiesbaden trägt viel Geschichte. Häuser erzählen von Reformbewegungen, von Aufbruch, von sozialem Anspruch. Der Beirat fragt, wie sich energetische Sanierung, Klimaschutz und Denkmalschutz verbinden lassen. Er sucht Lösungen, die Substanz respektieren und Zukunft ermöglichen.
Der Gestaltungs- und Denkmalbeirat versteht sich als Anwalt der Baukultur. Er mischt sich ein, bevor Bagger rollen. Er stärkt das Gespräch zwischen Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Wer teilnehmen möchte, findet weitere Informationen unter www.wiesbaden.de.
Wiesbaden verhandelt an diesem Nachmittag nicht nur Bauprojekte. Die Stadt verhandelt ihr Gesicht.
Foto oben © 2024 Veranstalter
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