Carfreitag: Polizei stoppt Poser, prüft Fahrzeuge und greift auch in Wiesbaden konsequent durch.
Was als Treffpunkt für Tuner und Autofans begonnen hat, hat sich längst verändert. Der „Carfreitag“ sorgt längst nicht mehr nur unter Tunern für Aufmerksamkeit – , sondern auch bei den Behörden. Rund 237 Einsatzkräfte sind gestern in ganz Hessen im Einsatz gewesen, haben gemessen, überprüft und dokumentiert.
Dabei hatten die Beamten nicht nur Geschwindigkeit im Blick. Während der Allgemeinen Fahrzeugkontrollen haben die Beamten Fahrzeuge geprüft, Umbauten begutachtet und Fahrverhalten bewertet. Moderne Videotechnik und zivile Kräfte haben sie dabei unterstützt.
Wiesbaden: Kontrollstelle an der Äppelallee
Auch in Wiesbaden hat die Polizei Präsenz gezeigt. Zwischen 18 und 20 Uhr haben Einsatzkräfte eine Kontrollstelle an der Äppelallee eingerichtet – die einzige im Stadtgebiet. Die Kontrolle war bewusst breit angelegt. Zwar hat der Fokus auf der Tunerszene gelegen, doch haben die Beamten auch Fahrzeuge überprüft, die ihnen aufgefallen sind. Wer zu schnell gefahren ist, wer technisch auffällig war oder sich im Straßenverkehr danebenbenommen hat, ist angehalten worden.
Die Bilanz zeigt ein breites Spektrum: Ein E-Scooter ist ohne Kennzeichen unterwegs gewesen. Ein BMW ist durch abgedunkelten, teilweise abgeklebten Rückleuchten aufgefallen. Mehrere Fahrzeuge waren zu schnell gefahren. Eine junge Frau ist mit dem Handy am Ohr kontrolliert worden.
Besonders auffällig: Ein E-Scooter mit zwei Personen hat sich der Kontrolle zunächst entzogen. Die Polizei ist hinterher und hat ie Scooter-Fahrer schließlich gestoppt. Zudem ist ein Golf GTI kontrolliert worden, bei dem der Verdacht auf unerlaubtes Tuning bestanden hat. Solche Fälle stehen exemplarisch für das, worauf die Polizei am Carfreitag besonders geachtet hat
Zahlen, die den Trend zeigen
Landesweit sind 936 Fahrzeuge kontrolliert worden. Die Polizei hat 36 Straftaten festgestellt und 1266 Ordnungswidrigkeiten registriert. In 21 Fällen hat sie die Weiterfahrt untersagt. Ein besonders drastischer Fall hat die Gefahren verdeutlicht: Ein Autofahrer ist mit 208 km/h bei erlaubten 120 km/h gemessen worden.
Klare Linie gegen Raserei
Hessen hat seine Strategie weiter ausgebaut. Spezialisierte Einheiten haben illegale Rennen verfolgt, zivile Videofahrzeuge haben riskante Fahrweisen dokumentiert. 403 Strafanzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen sind im vergangenen Jahr aufgenommen worden – deutlich mehr als zuvor.
Innenminister Roman Poseck hat betont: Raserei ist kein Kavaliersdelikt. Wer andere gefährdet, muss mit Konsequenzen rechnen.
Foto – Verkehrskontrolle ©2026 Volker Watschounek
Die Meldung ist 1:1 vom Polizeipräsidium Westhessen übernommen. Original-Meldung.



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