Kloster, Schloss und Kurhaus: Das Rheingau Musik Festival bringt den Sommer 2026 mit 158 Konzerte, große Namen und neue Klänge zum Klingen.
Der Rheingau atmet ein – und dann klingt er. Mit dem Rheingau Musik Festival beginnt am 20. Juni 2026 wieder jene Jahreszeit, in der Schlösser singen, Klöster vibrieren und selbst Weinberge den Takt halten. Bis zum 5. September spannt das Festival ein dichtes Netz aus 158 Konzerten, großen Namen und leisen Entdeckungen.
Auftakt mit Glanz und Druck auf den Tasten
Zum Start lässt das hr-Sinfonieorchester keinen Zweifel: Hier geht es nicht um Vorspiel, hier geht es ums Ganze. Unter Alain Altinoglu trägt das Orchester gleich zwei Abende. In Kloster Eberbach bläst Lucienne Renaudin Vary das Trompetenkonzert von Alexander Arutjunjan mit Mut und Glanz in den Raum. Einen Tag später übernimmt Hayato Sumino im Kurhaus Wiesbaden die Bühne – und treibt Rachmaninows zweites Klavierkonzert mit Tempo, Gefühl und Präzision voran. Dazwischen tanzen Borodin und Elgar durch den Abend.
Ein Sommer voller Stimmen – und Persönlichkeiten
Sumino bleibt nicht nur Gast, er prägt den Sommer. Als Artist in Residence wechselt er mühelos zwischen Klassik, Jazz und eigenen Stücken. Neben ihm setzen Lucienne Renaudin Vary, María Dueñas und Nils Landgren Akzente. Sie spielen, improvisieren, überraschen – und geben dem Festival Gesichter.
Auch Ensembles wie VOCES8 oder die Academy of St Martin in the Fields zeigen, warum sie längst zum Inventar dieses Festivals gehören. Letztere tragen 2026 sogar den Titel „Orchestra in Residence“. Ein Ritterschlag, der verpflichtet – und inspiriert.
Großbritannien als klingender Schwerpunkt
Das Festival reist in diesem Jahr musikalisch auf die Insel. Unter dem Motto „United Kingdom“ bringen Orchester und Ensembles britische Klangfarben in den Rheingau. Vom Royal Scottish National Orchestra bis zu den King’s Singers spannt sich ein Bogen über Jahrhunderte Musikgeschichte. Mal barock, mal poppig, mal überraschend verspielt – etwa wenn „Beatles go Baroque“ Grenzen verschiebt.
Mit der Reihe „Ausgezeichnet!“ rückt das Festival junge Talente ins Licht. Sie spielen nicht im Schatten der Großen, sie fordern sie heraus. Genau darin liegt der Reiz: Wer hier zuhört, erlebt oft den nächsten großen Namen – bevor ihn alle kennen.
Spielorte, die mitschwingen
Schloss Johannisberg, Kloster Eberbach, Schloss Vollrads, das Kurhaus Wiesbaden – sie alle liefern mehr als nur Kulisse. Sie erzählen Geschichte, sie tragen Klang. Dazu öffnen Kirchen, Weingüter und erstmals wieder das Theater Rüsselsheim ihre Türen. Musik wandert, das Publikum folgt.
Über 130.000 Tickets, rund acht Millionen Euro Budget, 26 Spielstätten – das Festival denkt groß, bleibt aber nahbar. Es lebt von Sponsoren, Förderern und einem Publikum, das jedes Jahr wiederkommt. Der Vorverkauf läuft seit Februar. Wer zögert, hört vielleicht später nur noch davon.
Symbolfoto ©2026 Rheingau Musik Festival
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