Ein neues Wohngebiet in unmittelbarer Nähe. Auf beiden Seiten Tausende Arbeitsplätze. In beide Fahrtrichtungen je eine Bushaltestelle. Viele Menschen, die täglich die Berliner Straße queren. Da macht eine Fußgängerbrücke Sinn.

Die Tage, in denen etwa Mitarbeiter der R + V Versicherung auf ihrem Weg zur R + V Akademie am Abraham Lincoln Park einen nicht gerade ungefährlichen Fußweg zurücklegen müssen, sind gezählt. Seit dem 17. November wird Fußgängerbrücke über die Berliner Straße (B54) in Höhe der Bushaltestelle Siegfriedring saniert und erweitert. Die Stützen für den südlichen Brückenabzweig stehen. Bis Anfang April wird jetzt saniert und der Einhub des Brückenabzweigs vorbereitet. Wenn der Einhub des Brückenabschnitts bei Vollsperrung der Brücke abgeschlossen ist, dauert es nicht mehr lange bis die beiden Bushaltestellen sowie die Bürogebiete nördlich und südlich der Berliner Straße miteinander verkehrssicher verbunden sind.

„Die Betonierarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen; sowohl die Fundamente als auch die Stützen und Kopfbalken zur Auflagerung des Stahlüberbaus sind betoniert und wurden in der vergangenen Woche ausgeschalt. Derzeit läuft die Fertigung des Stahlüberbaus im Werk.“ – Marco Schmidt, Projektleiter aus dem Tiefbau- und Vermessungsamt

Im Rahmen des Vor Ort Termins erklärte Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol, dass die Stadt noch einigen Nachholbedarf in SachenFörderung des Fußverkehrs habe. Mit der Erweiterung der Brücke gehe die Stadt diesen an einer äußerst wichtigen Stelle an – sodass in Zukunft die tausende von Arbeitnehmerinnen, die in diesem Bereich arbeiten, die Berliner Straße inklusive der Abfahrtsäste sicher überqueren können. Außerdem kommen wir damit einem lang gehegten Wunsch der R+V Versicherung nach, so  Kowol weiter.

„Aus unserer Sicht macht die Brückenerweiterung das Überqueren der Berliner Straße deutlich sicherer. Das kommt auch den  Mitarbeitern der R+V Versicherung zugute. Im Sinne einer besseren Verbindung unserer Standorte und auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit freuen wir uns sehr über die Stärkung der Fußwege in diesem Bereich.“ – Johannes Eichelberger, Leiter Eigengenutzte Immobilien der R+V Versicherung

Die Erweiterung wird eine Länge von etwa 41 Meter und eine Gehwegbreite von drei Metern erhalten. Der Überbau wird als reine Stahlkonstruktion geplant, die auf insgesamt vier Stützen gelagert wird. Die Unterbauten werden aus Stahlbeton hergestellt. Der im Westen an den Überbau anschließende neue Treppenturm nimmt die Wegebreite der Brücke auf und verbindet Gehweg und Brücke über drei Treppenläufe und Podeste. Die Gesamtabmessungen betragen im Grundriss etwa acht mal 12,50 Meter. Die Konstruktion wird ebenfalls aus Stahl hergestellt und auf einer Stahlbetonplatte gegründet.

Vollsperrung

Eine Vollsperrung des Abfahrtsastes sowie der Bestandsbrücke im Rahmen der Bauarbeiten wird nur für einen kurzen Zeitraum für den Einhub des Überbaus und gegebenenfalls für den Einhub der Treppenelemente notwendig sein. Diese Arbeiten sollen nach aktuellen Planungen in den ersten Aprilwochen, günstigerweise an einem Wochenende, angegangen und abgeschlossen werden. Während der übrigen Bauzeit wird der Verkehr wie bisher aufrecht erhalten. Dasselbe gilt für den Fußgängerverkehr auf dem Bestandsbauwerk. Der Verkehr wird hier während der gesamten Bauzeit möglichst aufrechterhalten und eine Verkehrs- und Absturzsicherung im Übergangsbereich zum Erweiterungsbauwerk vorgesehen. Die Fertigstellung des Bauwerks ist für das zweite Quartal 2021 vorgesehen.

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Die offizielle Internetseite mit dem Verkehrsentwicklungsplan der Stadt finden sie unter www.wiesbaden.de.

 

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