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Stillgelegte Gliese, Aartalbahn

Aartalbahn: Land Hessen sagt Finanzierung zu

Die Reaktivierung der Aartalbahn kommt voran. Das Land Hessen sagt die Finanzierung zu, Verkaufsverhandlungen mit der Deutschen Bahn laufen. Wiesbaden plant neue Haltepunkte und hofft auf schnelle Entscheidungen – damit zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden bald wieder Züge fahren.

Sigi Strassenheld, neuer Mitarbeiter bei Wiesbaden lebt! Sigi Strassenheld 2 Monaten vor 0

Die Reaktivierung der Aartalbahn rückt näher. Wiesbaden plant neue Haltepunkte und setzt auf schnelle Entscheidungen des Landes.

Kehrtwende nach den zuletzt negativen Meldungen: Die Reaktivierung der Aartalbahn rückt näher. Wie die Landeshauptstadt heute meldet, hat das Land Hessen die Finanzierung des Vorhabens zwischen Wiesbaden-Ost und Bad Schwalbach bestätigt. Für die Landeshauptstadt Wiesbaden bedeutet das auf der historischen Strecke einen wichtigen Schritt zurück zum regulären Bahnverkehr.

Die Idee, die stillgelegte Bahnlinie wieder zu beleben, beschäftigt Politik und Verkehrsexperten schon seit Jahren. Bereits stieß das Verkehrsdezernat eine Machbarkeitsstudie an. Drei Jahre später liegt das Ergebnis vor: Mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 2,1 gilt das Projekt als förderfähig.

Verhandlungen über die Strecke laufen

Parallel zur Finanzierungsfrage sprachen das Land Hessen und die Deutsche Bahn über den Verkauf der Strecke. Die Bahn besitzt den für die Reaktivierung notwendigen Abschnitt. Nach Angaben des Verkehrsministeriums zeigt sie sich grundsätzlich bereit, die Trasse zu veräußern. Derzeit laufen konkrete Verkaufsverhandlungen. Sobald die Eigentumsfrage geklärt ist, soll die Hessische Landesbahn die Strecke sanieren und später den Betrieb übernehmen.

Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol zeigt sich erleichtert: Nach langer Wartezeit auf Entscheidungen rund um das Streckeneigentum sehe man nun gute Chancen, die nächsten Schritte gemeinsam mit der Landesbahn zu gehen.

Neue Haltepunkte im Blick

Für Wiesbaden geht es nicht nur darum, Züge wieder rollen zu lassen. Die Stadt will entlang der Strecke zusätzliche Haltepunkte schaffen. Besonders wichtig sind aus Sicht des Verkehrsdezernats Stationen in Klarenthal, in Dotzheim sowie an der Schiersteiner Straße.

Gerade der Halt an der Schiersteiner Straße könnte ein zentraler Verkehrsknoten werden. Dort entstehen neue Umsteigemöglichkeiten zu wichtigen Zielen innerhalb Wiesbadens sowie in Richtung Rheingau und Mainz.

Schneller als das Auto

Die geplante Verbindung bringt deutliche Vorteile für Pendler. Zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden-Ost soll die Fahrzeit rund 30 Minuten betragen – häufig schneller als die Fahrt mit dem Auto im Berufsverkehr.

Am Bahnhof Wiesbaden-Ost entsteht zudem ein direkter Anschluss an die S-Bahn Richtung Mainz, Frankfurt und Wiesbadener Hauptbahnhof. Gleichzeitig soll die Bahnlinie Busse und Straßen entlasten und den Verkehr im Stadtgebiet reduzieren.

Ohne Ehrenamt keine Zukunft

Dass die Strecke heute überhaupt noch existiert, verdankt sie vielen Engagierten. Besonders die Nassauische Touristik-Bahn und zahlreiche Ehrenamtliche halten die Infrastruktur über Jahre instand. Auch Brücken und Bauwerke im Wiesbadener Abschnitt werden regelmäßig gepflegt.

Für die Stadt steht fest: Ohne diesen Einsatz wäre die Diskussion über eine Rückkehr des täglichen Bahnverkehrs kaum möglich. Nun richtet sich der Blick nach vorne. Wiesbaden erwartet, dass das Land Hessen die nächsten Entscheidungen schnell trifft und die Planung konsequent vorantreibt. Die Stadt signalisiert Bereitschaft, den Prozess weiterhin eng zu begleiten.

Die Aartalbahn könnte damit bald wieder das tun, wofür sie gebaut wurde: Menschen bewegen – und vielleicht auch ein wenig Verkehrschaos verhindern.

Bild oben ©2026 Pixabay

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Die Internetseite zur Aartalbahn finden Sie unter www.aartalbahn.de.

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