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Konzentriert am Ziel: Beim Ostereierschießen der Burgfalken probieren sich Anfänger und Profis an Luftgewehr, Pistole und Bogen – mit bunten Eiern als Belohnung.

Ostereierschießen in Dotzheim: Tradition trifft Zielgenauigkeit

Beim Ostereierschießen der Burgfalken in Dotzheim treffen Tradition, Präzision und Gemeinschaft aufeinander. Familien, Neulinge und erfahrene Schützen greifen zu Gewehr und Bogen, zielen konzentriert und gewinnen mit etwas Glück bunte Eier fürs Osternest – und vielleicht sogar neue Begeisterung für den Verein.

Volker Watschounek 2 Stunden vor 0

Traditionelles Ostereierschießen bei den Burgfalken. Dort verbinden sich Sport, Spaß und Gemeinschaft – mit Gewehr, Bogen und bunten Eiern als Belohnung.

Wenn am Karsamstag im Wiesbadener Stadtteil Dotzheim Schüsse fallen, erschrickt niemand. Im Gegenteil: Familien lachen, Kinder zielen konzentriert, und am Ende wechseln bunte Eier die besitzer. Der Schützenverein Burgfalken zeigt beim traditionellen Ostereierschießen, wie lebendig Vereinskultur sein kann – und wie viel Gemeinschaft in einem ruhigen Atemzug steckt.

Ein Verein mit Geschichte – und Gegenwart

Der Schützenverein existiert seit 1894. Kaum gegründet, begann er schon mit dem Ostereierschießen – eine Tradition, die sich über Jahrzehnte hält und bis heute Menschen zusammenbringt. 1. Schützenmeister Markus Zankl blickt zufrieden über das Geschehen: Der Verein zählt gut 115 Mitglieder, lebt von Engagement und braucht jede helfende Hand.

Das Osterereignis erfüllt dabei gleich mehrere Zwecke: Es bringt Einnahmen, macht neugierig und öffnet Türen für neue Mitglieder. „Nach Ostern sind es vielleicht ein paar mehr“, sagt Zankl und lächelt.

Zielen, atmen, treffen

Im Schützenhaus wird es ruhig. Besucher greifen zu Luftgewehr oder Pistole, richten den Blick durch Kimme und Korn und versuchen, die eigene Atmung zu kontrollieren. Drei Schuss entscheiden über den Gewinn – und damit über die Anzahl der Eier fürs Osternest.

Gerade Anfänger merken schnell: Das Gewehr verlangt mehr als nur Mut. Es fordert Geduld, Haltung und eine ruhige Hand. Zwei Mädchen staunen über ihre Treffer. Ein Junge trifft präzise, sprintet danach zur Ausgabe und holt sich stolz seine Eier. Andere treffen beim ersten Schuss nicht einmal die Scheibe. Kurzerhand wird erlaubt, die zweite Hand dazu zu nehmen oder den Arm aufzulegen.

Draußen zählt der Spaß

Auf dem Außengelände spannt sich dagegen der Bogen – im wahrsten Sinne. Beim Bogenschießen probieren sich Kinder und Erwachsene aus. Die Scheiben stehen näher als gewohnt, die Erwartungen auch. Hier geht es weniger um Präzision als um Freude.

Das Angebot ergänzt seit einigen Jahren das klassische Schießen. Es funktioniert: Familien bleiben länger, probieren mehr aus, kommen ins Gespräch.

Gemeinschaft statt Konkurrenz

Der Verein setzt bewusst auf Offenheit. Leistung zählt, aber sie dominiert nicht. Neben erfahrenen Schützen stehen Neulinge. Alter, Geschlecht, Erfahrung – alles spielt eine Nebenrolle. Wichtig ist das Miteinander.

Nach den Einschränkungen der vergangenen Jahre spürt der Verein wieder Bewegung. Menschen kommen zurück, bringen Freunde mit, bleiben zum Essen. Kuchen, Salate und Gegrilltes sorgen dafür, dass Gespräche weitergehen, auch wenn die Scheiben längst leer sind.

Mehr als nur ein Treffer

Das Ostereierschießen zeigt, wie Vereine funktionieren, wenn sie sich öffnen. Sie schaffen Begegnung, geben Struktur und halten Tradition lebendig. Und manchmal reicht dafür schon eine Scheibe, drei Schuss – und ein buntes Ei.

Foto ©2026 Volker Watschounek

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Mehr Informationen von dem Schützenverein Burgfalken.

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