Sozialdezernentin Patricia Becher würdigt die Arbeit der Ehrenamtlichen, die Menschen in Wiesbaden am Lebensende begleiten.
Wenn ein Leben sich seinem Ende nähert, verändert sich der Blick auf das Wesentliche. Gespräche werden ruhiger, Gesten wichtiger. Genau hier setzt die Arbeit des Hospizvereins Auxilium an. Beim Besuch des Vereins verschafft sich Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher ein Bild davon, wie Menschen in Wiesbaden am Lebensende begleitet werden – und wie Angehörige Unterstützung finden.
Hospizverein Wiesbaden Auxilium e.V.
Kontaktdaten
Hospizverein Wiesbaden Auxilium e.V., Luisenstraße 26, 65185 Wiesbaden,
E-Mail: info@hospizverein-auxilium.de, Webseite: www.hvwa.de
„Wenn Menschen sich dem Lebensende nähern, brauchen sie vor allem eines: jemanden, der da ist“, sagt Becher. Besonders beeindruckt habe sie, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit die ehrenamtlichen Begleiter den Betroffenen schenken. Sie hören zu, führen Gespräche, sitzen manchmal einfach still neben dem Bett. In vielen Momenten ist genau diese Präsenz entscheidend.
Ehrenamt als Herzstück der Begleitung
Der Hospizverein Auxilium zählt zu den Pionieren der Hospizarbeit in Wiesbaden. Bereits 1987 entsteht aus einer Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger der erste Hospizverein der Stadt. Heute zählt Auxilium rund 600 Mitglieder und 78 ehrenamtlich Engagierte.
Die Helfer begleiten schwerkranke Menschen zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder auf Palliativstationen – etwa in den Helios HSK Wiesbaden oder im St. Josefs-Hospital. Koordinatorinnen organisieren die Einsätze und sorgen dafür, dass Begleitungen gut abgestimmt verlaufen.
Wer sich engagieren möchte, durchläuft zunächst eine einjährige Ausbildung. Die Nachfrage wächst. Deshalb startet im August ein neuer Qualifizierungskurs. Allein seit 2024 schließen mehr als zwanzig Ehrenamtliche ihre Ausbildung ab.
Hilfe für Angehörige – und Gespräche über das Leben
Die Arbeit von Auxilium endet nicht am Krankenbett. Angehörige finden Beratung, Gespräche und Trauerbegleitung. Außerdem organisiert der Verein sogenannte „Letzte-Hilfe-Kurse“. Dort lernen Interessierte, wie sie sterbende Menschen unterstützen können.
Auch Bildungsarbeit gehört dazu. Im Projekt Hospiz macht Schule sprechen Ehrenamtliche mit Grundschulkindern über Leben, Abschied und Trauer – Themen, die im Alltag oft ausgeblendet werden.
Teil des sozialen Netzwerks der Stadt
Auxilium arbeitet eng mit Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen und der Altenarbeit der Stadt Wiesbaden zusammen. Über Netzwerke wie das GereNETZ tauschen Fachkräfte Wissen aus und verbessern gemeinsam die Versorgung älterer Menschen.
Die zentrale Anlaufstelle des Vereins liegt in der Luisenstraße. Von dort aus organisiert Auxilium seine Begleitungen und beteiligt sich regelmäßig an Veranstaltungen der Stadtgesellschaft – etwa an der „Kurzen Nacht der Galerien und Museen“.
Blick auf ein besonderes Jubiläum
Der Verein schaut bereits auf das Jahr 2027. Dann feiert Auxilium sein 40-jähriges Bestehen. Geplant ist eine Festveranstaltung im Wiesbadener Rathaus mit Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. Bis dahin bleibt die tägliche Aufgabe dieselbe: Menschen in schwierigen Momenten begleiten – damit am Lebensende niemand allein bleiben muss.
Symbolbild – Besuch im Hospiz-Verein Auxelium. ©2026 LH Wiesbaden
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