Das Leben ist ein ewiges Auf und Ab: Mit „Wilde Maus“ zeigt Josef Hader zu seinem schauspielerischen Können die sichere Hand eines feinfühligen Regisseurs.

Als vergnüglichen Ausflug zwischen nachdenklichen und politischen Filmen im Wettbewerb wurde der Film „Die wilde Maus“ von Berlinale-Direktor Dieter Kosslick im Rahmen der Berlinale angekündigt. Jetzt kommt die Komödie um den nächsten Eisprung nach Wiesbaden.

Caligari Film Bühne, kurzgefasst

Filmvorführung: „Wilde Maus“
Wann: Donnerstag und Samstag, 20. und 22.  April 2017, 17:30 + 20:00 Uhr
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 6,00 Euro, ermäßigt 5,00  Euro

Georg fühlt sich wohl und sicher auf seinem Platz in einer Wiener Zeitungsredaktion – geliebt und gefürchtet, so wie es einem etablierten Musikkritiker mit spitzer Feder zukommt. Doch dann wird ihm völlig überraschend gekündigt. Eine Sparmaßnahme, erfährt er noch, und schon steht er draußen vor der Tür.

Zwischen Achterbahn und Eisprung

Seiner jüngeren Frau Johanna, deren Gedanken sich momentan hauptsächlich um den nächsten Eisprung und das Kinderkriegen kreisen, erzählt Georg nichts. Stattdessen sinnt er auf Rache. In Erich, einem ehemaligen Mitschüler, findet er einen Verbündeten, um seiner Wut auf den Ex-Chef Luft zu machen. Aus kleinen Sachbeschädigungen wird bald größerer Terror. Zugleich versuchen sich Georg und Erich am Wiederaufbau einer maroden Achterbahn im Wiener Prater, der legendären „Wilden Maus“.

Pressestimmen

Die Welt hält „Wilde Maus“ für eine „elegante, konsequente, perfekt Genre-vermixende Gesellschaftsgroteske. Hilft brutal gegen Selbstüberschätzung. Lässt einen lachen über den eigenen Narzissmus. Warnt vor dem Aufweichen der Grenzen von Leben und Arbeit. Tolles Ding. Böse und lustig.“

Deutsche Welle lobt Hader als Schauspieler, der nach als Stefan Zweig in „Vor der Morgenröte“ nun „auch in seinem eigenen Filmdebüt als Darsteller großartig“ sei. „Die Geschichte, die „Wilde Maus“ anfangs so konzentriert erzählt, zerfasert allerdings im Laufe des Films, die Charaktere erreichen kaum Tiefe, die Spitzen gegen den Wandel in der Medienlandschaft werden durch ein paar Albernheiten um ihre Wirkung gebracht. Und doch ist „Wilde Maus“ ein vergnüglicher Film∞“

Für die Berliner Zeitung „gelingt es Hader, seinen Georg, so armselig er mitunter wirkt, niemals lächerlich zu machen. Das Komische gründet stets im Tragischen, das Satirische im Erlebten. Am Ende sitzt Georg als das da, was er nicht zuletzt in den Augen seiner Frau schon länger ist. Ein schrulliger, alter Mann.“

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