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Ein Blick in die 265 Seiten des Statistischen Jahrbuchs 2024: Wiesbaden zeigt, wie Waldflächen, Altersstruktur, Wohnraum und Arbeitsmarkt zusammenhängen.

Die Stadt in Zahlen: Statistisches Jahrbuch 2024 erschienen

Wiesbaden hat nachgezählt: Das Statistische Jahrbuch 2024 bündelt Daten zu Bevölkerung, Wohnen, Arbeit, Schulen und Tourismus. Es zeigt, wie alt die Stadt im Schnitt ist, wo Eigentum selten bleibt und warum die Hotellerie Rekorde meldet – kompakt auf 265 Seiten.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Monaten vor 0

Das Statistische Jahrbuch 2024 zeigt Wiesbaden in Zahlen: Bevölkerung, Wohnen, Jobs, Schulen und Tourismus – mit Rekorden und Kontrasten.

Wiesbaden liebt Debatten – über Mieten, Verkehr, Wachstum, Nachbarschaften. Jetzt liefert die Stadt dazu das passende Gegenstück: Zahlen. Das Statistische Jahrbuch 2024, herausgegeben vom Amt für Statistik und Stadtforschung, ordnet das demografische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in Tabellen, Schaubildern und Zeitreihen. Es wirkt trocken, bis man merkt: Hier steckt erstaunlich viele Geschichten zwischen den Spalten.

Wald, Herkunft, Alter: Die Stadt in Proportionen

Wer wissen will, wie Wiesbaden „gebaut“ ist, beginnt im Grünen: 5.390 Hektar Wald prägen das Stadtgebiet – eine Fläche, die etwa 2,5-mal so groß wie der Frankfurter Flughafen ausfällt. Und mitten in dieser Kulisse lebt eine Stadtgesellschaft, die zugleich verwurzelt und in Bewegung bleibt: 34 Prozent der Einwohner sind gebürtige Wiesbadener. Am 31. Dezember 2024 zählte die Stadt 299.932 Menschen, darunter 51.300 unter 18-Jährige (rund 17 Prozent). 20 Prozent waren 65 Jahre oder älter, das Durchschnittsalter lag bei 43 Jahren. Heßloch führt die Altersskala mit 50,7 Jahren, das Westend ist mit 37 Jahren am jüngsten – zwei Stadtteile, zwei Tempi.

Wohnen: Quadratmeter, Quoten und kleine Wahrheiten

Auch beim Wohnen erzählt das Jahrbuch keine Legende, sondern Statistik: 62 Prozent des Bestands bestehen aus Ein- und Zweifamilienhäusern. Eine Wohnung misst im Schnitt 83 Quadratmeter, rechnerisch entfallen 42 Quadratmeter auf jede Person. Und doch bleibt Eigentum nicht überall gleich erreichbar: 23 Prozent der Haushalte leben in den „eigenen vier Wänden“. In Auringen liegt die Eigentümerquote bei 59 Prozent, im Westend/Bleichstraße bei vier Prozent. Wer hier nur Gebäude sieht, verpasst den Kern: Die Zahlen markieren auch soziale Räume – und die Fragen, die daraus entstehen.

Arbeit, Schule, Tourismus: Rekorde mit Alltagstauglichkeit

Der Arbeitsmarkt erreichte 2024 einen Höchststand: 151.366 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zählt Wiesbaden – rund 23.200 mehr als zehn Jahre zuvor (plus 18 Prozent). Größte Branche: das Gesundheits- und Sozialwesen mit 21.162 Beschäftigten. Pendeln bleibt Teil der Stadtroutine: Die meisten Einpendler kommen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis (19.120), die meisten Auspendler arbeiten in Frankfurt (13.270).
In den Schulen lernten im Schuljahr 2024/2025 exakt 33.433 Mädchen und Jungen an 78 allgemeinbildenden Schulen; 13 Prozent der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten besuchen eine Privatschule. Und die Hotellerie meldet Rückenwind: 1.344.735 Übernachtungen bedeuten 2024 einen Rekord und liegen rund 66.000 über 2019.

Warum das mehr ist als ein Zahlensalat

Die 265 Seiten liefern nicht nur Werte, sie erklären sie: Jedes der 13 Kapitel (von Bevölkerung bis Tourismus) startet mit Erläuterungen und Kommentaren. Dazu kommen Daten für die 26 Ortsbezirke – praktisch für alle, die nicht „die Stadt“, sondern ihr Viertel verstehen wollen. Smart-City-Dezernentin Maral Koohestanian betont, das Jahrbuch ermögliche einen umfassenden Blick auf Themen, die Wiesbaden direkt betreffen. Kurz: Wer mitreden will, kann hier nachschlagen – und muss nicht mehr raten.

Foto oben @2022 LH Wiesbaden / Wiesabden lebt!

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Das Statistische Jahrbuch steht im Internet als Download unter www.wiesbaden.de zur Verfügung.

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