Mit Spannung blickt das Rhein-Main Gebiet auf den 31. März. Das Hessische Staatstheater wird dann das Programm zu den Maifestspielen veröffentlichen: ein Special – sofern es das Pandemiegeschehen erlaubt. Und anders als geplant, ohne dem Stadtmuseum.

Dass das kulturelle Programm heruntergefahren ist, steht außer Zweifel. Ebenso Unzweifelhaft ist, dass Wiesbadens Intendant und sein Team zu den kreativen gehört. Was dabei herauskommt – wir wissen es nicht. Das Stadtmuseum ist da sichtlich eingeschränkter. Der Raum des Handelns ist vorgegeben. Und die letzten Beschlüsse geben keinen Spielraum. Vergangene Woche war der letzte Zeitpunkt, um die Vorbereitungen für die Sonderausstellung zu stoppen, ohne Geld zu verlieren – für den Fall, dass die Pandemie-Beschränkungen über den 18. April hinausgehen und damit eine uneingeschränkte Öffnung für die Allgemeinheit unmöglich wird.

„Inhaltlich bleibt alles, wie bisher geplant und konzipiert – ein Jahr mehr machen bei 125 Jahren Festspielgeschichte kaum einen Unterschied!“ – Kuratorin Dr. Vera Klewitz

Schon seit Wochen verfolgt das Ausstellungsteam um Direktorin Sabine Philipp mit Sorge die nicht besser werdenden Entwicklungen der Covid-19-Pandemie und ihrer Folgen. Vor allem die zunehmenden Einschränkungen in Programm und Durchführung der Festspiele des Hessischen Staatstheaters in diesem Jahr gaben den Planerinnen zu denken. Denn die Jubiläumsausstellung ist als enge Kooperation zwischen dem sam – Stadtmuseum und Staatstheater Wiesbaden gedacht: Eine gemeinsame Werbekampagne, ein Jubiläumspass, Cross-Selling-Instrumente, gegenseitige Bewerbung und vor allem das gemeinsame Publikum.

„Oberstes Ziel und Wunsch des Stadtmuseums ist es, einer möglichst breiten Öffentlichkeit den Besuch zu ermöglichen. Dies ist in der momentanen und absehbaren Situation in keinem Fall gegeben. Die Reisebeschränkungen kommen erschwerend hinzu.“ – Sabine Philipp, Direktorin

Die Ausstellung wurde ganz bewusst in den Kurhauskolonnaden direkt vis à vis des Staatstheaters platziert, um so ganz nah dran an den Festspielen und dem Ort des Geschehens zu sein, über welches die Ausstellung facettenreich und lebendig erzählen wird.  Man fand sich immer neuen Herausforderungen gegenübergestellt, die neue Kosten verursacht hätten und auch personell nicht mehr zu stemmen wären.

 „Wir werden 2022 gemeinsam mit dem Staatstheater all die großartigen Ideen der Kooperation und die Synergieeffekte nutzen können, die wir für dieses Jahr vereinbart hatten.“ – Sabine Philipp, Direktorin

Bis zuletzt hatten die Ausstellungsmacherinnen gehofft, das Projekt doch noch umsetzen zu können und es in der Pressekonferenz des Staatstheaters beworben. Nach den Beschlüssen vergangene Woche steht fest, dass die Ausstellung erst 2022 stattfinden wird. Unterstützung erfährt die Verschiebung durch die Fördergeber, allen voran dem Kulturfond Frankfurt RheinMain, der Aventis Foundation, dem Kulturamt der Stadt Wiesbaden, dem Förderverein Internationale Maifestspiele, dem Förderverein Stadtmuseum sowie den Freunden der Wiesbaden Stiftung. Nachdem nun auch die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, bei der das Stadtmuseum von Anfang Mai bis Anfang Juli in den Kurhauskolonnaden zu Gast gewesen wäre, den gleichen Zeitraum 2022 zugesichert hat, kann die Schau ins nächste Jahr verschoben werden.

„Wir freuen uns auf gemeinsame Internationale Maifestspiele 2022 und ‚Vorhang auf! 125 + 1‘ – mit uneingeschränkt zahlreichen Besuchern aus der gesamten Region RheinMain!“ – Sabine Philipp, Direktorin

Natürlich ist die Absage auch für das Staatstheater ein weiterer Wermutstropfen im Jubiläumsjahr, denn die Ausstellung war als eine der besonderen Attraktionen im Festkalender vorgesehen. Doch auch Intendant Laufenberg hat vollstes Verständnis und freut sich darauf, mit Aufstellern der ganz besonderen Art bereits am Samstag, 1. Mai, auf die Ausstellung im kommenden Jahr hinweisen zu können.
2022 wird nun für das Stadtmuseum ein Jahr mit zahlreichen Highlights: Im ersten Halbjahr beteiligt sich die Stiftung im Marktkeller mit einer archäologischen Schau am »Jahr der Kelten in Hessen«, im zweiten Halbjahr feiert das sam das Wiesbadener »Jahr des Wassers« mit einer Schau zur römischen Wasserversorgung und Badekultur in Wiesbaden und deren Rezeption im 19 Jahrhundert in den Kaiser-Friedrich-Thermen.

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Die offizielle Internetseite vom Stadtmuseum finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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