Schon bald kommt der Corona-Impfstoff von Biontech nicht aus Amerika, sondern gleich aus Hessen. Die Impfstoff-Produktionsanlage in Marburg ist starklar.

Die Weichen für größere Impfstoff-Chargen sind gestellt: Das zuständige Regierungspräsidium Gießen (RP Gießen) hat die Produktion von SARS-CoV-2-Impfstoff in einer Produktionsanlage in Marburg heute genehmigt.

„Hessen wird mit der Impfstoffproduktion am Standort Marburg eine zentrale Rolle einnehmen bei der Bekämpfung des Infektionsgeschehens. Der Fortschritt beim Produktionsprozess in Marburg macht uns Mut und lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier.

Die Genehmigung für die Impfstoffproduktionsanlage sei mit Blick auf die aktuellen Infektionszahlen eine wichtige und hoffnungsvolle Nachricht. Hessens Umweltministerin Priska Hinz freut sich, dass das Land in Rekordgeschwindigkeit das Genehmigungsverfahren vorantreiben konnten und so den Weg geebnet hat.

„Das mittelhessische Marburg ist ein idealer Pharma-Standort, zentral gelegen und mit langer Tradition.“ – Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich

Um einen Corona-Impfstoff am Standort Marburg herstellen zu dürfen, war für die Umbaumaßnahmen der bestehenden Anlage und die Herstellung von Covid-19-Impfstoff eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich. Hierfür hatte die BioNTech SE eigens Ende September ein bestehendes Werk gekauft. Anfang Dezember hatte das Unternehmen die Anträge für einen Umbau und den Betrieb der Anlage gestellt. Das Regierungspräsidium in Gießen hatte unter Verantwortung des Hessischen Umweltministeriums unter Hochdruck die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens geprüft. Der entsprechende positive Bescheid ist heute dem Unternehmen per Kurier zugestellt worden. Damit liegen die Voraussetzungen für die Produktion des Impfstoffs vor.

„Das Genehmigungsverfahren ist sehr anspruchsvoll, da die Anlagen den hohen Anforderungen der Arzneimittelherstellung genügen müssen.“  Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich ist stolz darauf, dass dass das engagierte Team im RP schnell Fakten schaffen konnte und alle mit der der übergegebenen Genehmigung dazu beitragen, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs nun so schnell wie möglich in Marburg starten könne.  Für einen möglichst reibungslosen Ablauf des Verfahrens hatte das Unternehmen frühzeitig Kontakt zum RP-Gießen aufgenommen und stellte Anfang Dezember den Antrag. Noch vor Weihnachten erfolgte am 18. Dezember die Zulassung für den vorzeitigen Beginn des Um- und Ausbaus. Damit war es der Firma möglich, mit allen Bauarbeiten zu beginnen, die für den Betrieb der Anlage erforderlich sind.

Marburg steht in den Startlöchern

Nachdem die Genehmigung nun erteilt ist, unterliegt die Anlage den regulären behördlichen Kontrollen zum technischen Anlagenbetrieb, wie andere Industrieanlagen dieser Art auch, sowie zusätzliche Überwachungen, etwa nach dem Arzneimittelrecht. Über den tatsächlichen Beginn der Produktion entscheidet die BioNTech Manufacturing Marburg GmbH.

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Die offizielle Internetseite des Impfstoffherstellers Biontech finden Sie unter biontech.de.

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