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Anja Kampmann

Anja Kampmann liest „Die Wut ist ein heller Stern“

m Literaturhaus Villa Clementine liest Anja Kampmann am 25. Februar aus ihrem preisgekrönten Roman „Die Wut ist ein heller Stern“. Sie erzählt von einer Tänzerin im Hamburg der 1930er Jahre, von Begehren, Gewalt und Widerstand – und schlägt eine Brücke in unsere Gegenwart.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 1 Monat vor 0

Anja Kampmann liest im Literaturhaus aus ihrem Roman über eine Tänzerin im Hamburg der 1930er Jahre.

Wenn Literatur Geschichte berührt und Gegenwart aufscheinen lässt, entsteht jener Moment, der im Raum nachhallt. Genau diesen Abend verspricht das Literaturhaus Villa Clementine am 25. Februar. Die vielfach ausgezeichnete Autorin Anja Kampmann liest um 19:30 Uhr aus ihrem neuen Roman „Die Wut ist ein heller Stern“. Moderiert wird der Abend von der FAZ-Journalistin Sandra Kegel.

Literaturhaus Wiesbaden, kurz gefasst

Autorenlesung Die Wut ist ein heller Stern
Wann: Mittwoch, 25. Februar 2026, ab 19:3
Eintritt: 15,00 Euro, ermäßig 11,00 Euro.
Wo: Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden

Kampmann führt ihr Publikum ins Hamburger Vergnügungsviertel der 1930er Jahre. Sie zeichnet keine nostalgische Kulisse. Sie zeigt das Flirren der Reeperbahn, das Tanzen, das Begehren – und sie zeigt die Bedrohung, die langsam in die Räume sickert.

Im Mittelpunkt steht Hedda, Tänzerin im Varieté „Alkazar“. Zunächst bewegt sie sich leichtfüßig durch die Nächte. Sie sucht Anerkennung, sie nutzt ihren Körper, sie verhandelt Macht und Abhängigkeit. Doch mit dem Erstarken des Nationalsozialismus verändert sich alles.

Die Kunst gerät unter Druck. Menschen verschwinden. Die Ideologie greift nach den Körpern. Schließlich zwingt das Regime Hedda zur Sterilisation. Kampmann erzählt diese Geschichte ohne Pathos, aber mit klarer Haltung. Sie beobachtet genau, sie lässt ihre Figur handeln, zweifeln, widerstehen.

Der Roman, ausgezeichnet mit dem Hans-Fallada-Preis, fragt nach Autonomie, nach weiblicher Selbstbestimmung und nach dem Mut, in dunklen Zeiten Haltung zu bewahren. Er verbindet Sozialkritik mit poetischer Sprache und macht Vergangenheit spürbar, ohne sie museal wirken zu lassen.

Literatur als Gegenwartsanalyse

Wer Anja Kampmann zuhört, erlebt keine reine Lesung. Sie denkt laut über Sprache nach, sie erklärt Figuren, sie öffnet Hintergründe. Ihre Texte schlagen Brücken in die Gegenwart. Gerade deshalb passt dieser Abend ins Profil des Literaturhaus Villa Clementine. Das Haus versteht Literatur als lebendigen Diskursraum. Es lädt ein, zuzuhören, nachzufragen, weiterzudenken.

Die Lesung beginnt am Mittwoch, 25. Februar, um 19:30 Uhr in der Villa Clementine, Frankfurter Straße 1. Karten kosten im Vorverkauf 12 Euro, ermäßigt 9 Euro, zuzüglich Gebühr. An der Abendkasse zahlen Besucher 15 Euro, ermäßigt 11 Euro. Wer Literatur sucht, die berührt und zugleich analysiert, findet an diesem Abend beides: eine intensive Erzählung und ein Gespräch über Kunst, Macht und Widerstand.

Foto – Amrei-Marie / Benjamin Dahlhoff – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

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Die Internetseite der Villa Clementine finden Sie unter www.wiesbaden.de.

Erstveröffentlichung: 18.02.2026
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