Diesel- und Benzinpreise erzielen Rekordwerte. Tempolimit und Entlastungen stehen auf der politischen Agenda.
Die Benzin- und Dieselpreise steigen ungebremst. Seit Inkrafttreten der neuen Regeln kennen die Preise nur einen Weg: nach oben. Am Karfreitag meldete der ADAC einen Rekordwert: Diesel kostete im Tagesdurchschnitt 2,346 Euro pro Liter. Am Karsamstag steig der Preis noch einmal.
In Wiesabden kostet der Liter Diesel-Kraftstoff etwa an der Aral-Tankstelle Berline Straße 2,45, Gegenüber an der JET Tankstelle 2,43 Euro. Die Verbraucherschutz-Minister drängen auf schnelle Maßnahmen. Bundesministerin Hubig spricht sich für einen flexiblen Preisdeckel aus, der extreme Ausschläge an der Zapfsäule verhindern soll.
Flexibler Preisdeckel als Modell
Vizekanzler Lars Klingbeil orientiert sich an Belgien und Luxemburg und sieht den Preisdeckel als konkretes Instrument, um Verbraucher zu entlasten. Hubig betont, Mobilität müsse verlässlich und bezahlbar bleiben. Für viele Familien und Pendler werde der Weg zur Arbeit oder in den Urlaub zunehmend zur Kostenfrage.
Die schwarz-rote Koalition prüft weitere Maßnahmen. Dazu zählen die temporäre Anpassung der Pendlerpauschale, eine Pauschalentlastung über Kfz-Steuer-Daten, befristete Energiesteuersenkungen und Stromsteuerreduzierungen. Klarheit gibt es bisher nicht.
Tempolimit: Sparen mit System
Ökonomin Veronika Grimm plädiert gegen Rabatte und Preisdeckel und fordert ein Tempolimit. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge unterstützt dies: weniger Tempo spart Sprit, senkt Unfallrisiken und sendet ein ernsthaftes Signal. Auch Linken-Politikerin Agnes Conrad spricht sich für Tempo 120 auf Autobahnen aus.
Verbraucher im Fokus
Die Politik steht unter Druck, Antworten zu liefern. Hohe Spritpreise treffen Haushalte hart, besonders in Zeiten steigender Inflation. Entlastung, Energiesparen und Sicherheit stehen auf der Tagesordnung.




