Die seit 2008 geltende Alkoholverbotszone am Platz der deutschen Einheit hat den Charakter des Platzes in den letzten Jahren grundlegend verändert und verbessert. Das soll so bleiben.

Seit Einführung der Alkoholverbotszone im Bereich des Faulbrunnenplatzes, der Schwalbacher Straße bis zum Platz der Deutschen Einheit, zur Bertramstraße und zur Bleichstraße hat sich die Zahl der  Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung deutlich reduziert. Die letzten Erfahrungen in der Praxis zeigen aber, dass die Ordnungskräfte immer noch zu häufig regelnd eingreifen müssen. Um die Zustände in dem beschriebenen Bereich stabil zu halten und weiter zu verbessern, hält Wiesbadens Ordnungsdezernent Dr. Oliver Franz a der bestehenden Regelung fest und verlängert die Alkoholverbotszone am in dem Bereich und am Platz der Deutschen Einheit bis zum 30. November 2019.

„Mi der Personalaufstockung bei der Stadtpolizei konnten die Kontrollen auf dem Platz der Deutschen Einheit und dem Quartiersplatz um 300 Prozent gegenüber den vergangenen Monaten gesteigert werden. Auch die Zahl der Verwarnungen sind hier um 350 Prozent gestiegen.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz

Die Umgestaltung des Platzes der Deutschen Einheit und der Neubau der Sporthalle habe den Charakter des Zentralbereichs zwar verändert, in den umliegenden Bereichen sei die Aufrechterhaltung des Alkoholverbots jedoch weiterhin notwendig, so Franz weiter. Die erhoffte Entspannung der Situation im Bereich des Faulbrunnenplatzes durch die Einrichtung eines Cafés werde nach neuestem Sachstand im Jahr 2019 realisiert.

„Das Ordnungsamt wird weiterhin einen Schwerpunkt seiner Kontrollen auf diesen Bereich legen.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz

Im Jahr 2015 betrug der Alkoholkonsum 10,7  Liter Reinalkohol pro Bundesbürgerin oder -bürger im Lebensalter ab 15 Jahren. Der Gesamtverbrauch an alkoholischen Getränken sank im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,25 Prozent auf 133,8 Liter pro Kopf der Bevölkerung. Auf den gesamten Alkoholkonsum, gemessen in Reinalkohol pro Kopf, entfallen 5,0 Liter auf Bier, 2,3 Liter auf Wein, 1,8 Liter auf Spirituosen und 0,4 Liter auf Schaumwein.

Alkoholmissbrauch

Die Zahlen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in 2016 aufgrund eines akuten Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern stationär behandelt wurden, bleibt weiterhin hoch: Mit 22.309 Patienten zwischen 10 und 20 Jahren ist die Zahl sogar um 1,8 Prozent zum Vorjahreswert gestiegen. Im Vergleich zur Behandlungszahl des Jahres 2000 (ca. 9.500 Behandlungsfälle) entspricht dies einer Steigerung von 134,5 Prozent. (Quelle: Jahrbuch Sucht 2018) Bild: ©2018 Flickr / Florian Lehmuth /CC BY SA 2.0

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