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Lärmschutz, Tempo 30

Ortsbeiratswunsch nach Tempo 30 in Igstadter Susannastraße umgesetzt

Tempo 30 in der Susannastraße verändert den Alltag in Igstadt. Nach Lärmberechnungen und auf Wunsch des Ortsbeirats setzt die Stadt eine Maßnahme um, die Verkehr beruhigt, Gesundheit schützt und zeigt, wie kommunaler Lärmschutz praktisch funktioniert.

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In Igstadt gilt jetzt Tempo 30: Die Stadt reagiert auf Lärm, schützt Anwohner und setzt einen Ortsbeiratsbeschluss konsequent um.

Der Verkehr rollt langsamer durch die Susannastraße, und genau das ist die Idee. Seit Donnerstag, 6. Februar, gilt in der Igstadter Wohnstraße Tempo 30. Die Maßnahme folgt einem klaren Ziel: Lärm senken, Gesundheit schützen, Lebensqualität sichern. Was nüchtern nach Verkehrsrecht klingt, greift tief in den Alltag der Menschen ein, die hier wohnen, schlafen, aufwachen.

Verkehrsberuihgung in den Stadtteilen

Bierstadt, Nauroder Straße (B455) Hausnummern 59-132 | Erbenheim, Barbarossastraße, Wandersmannstraße Hausnummern 38-54 | Biebrich, Straße der Republik, Rathausstraße, Stettiner Straße | Kastel, Wiesbadener Straße | Westen, Bleichstraße, Zietenring | Südost, Frankfurter Straße 19-31 beziehungsweise 17 – 40

Der Ortsbeirat hatte lange gedrängt. Zu viel Durchgangsverkehr, zu viel Geräuschkulisse, zu wenig Ruhe. Nun setzt das Verkehrsdezernat diesen Wunsch um – nach rechtlicher Prüfung und auf Basis belastbarer Zahlen. Lärmschutz ersetzt hier das alte Prinzip der reinen Durchfahrt.

Wenn Berechnungen hörbar werden

Bevor Schilder montiert werden, rechneten die Fachleute. Das Umweltamt analysierte die Belastung, prüfte Grenzwerte, simulierte Verkehrsflüsse. Dann war klar: Die Lärmbelastung überschreitet die Schwelle, ab der Kommunen handeln müssen. Mit der neuen Tempo 30-Regelung werden nicht nur die Spitzen reduziert, sondern auch das Dauerniveau gesenkt – ein Effekt, der nachts besonders spürbar wird.

Verkehrsdezernent Andreas Kowol ordnet die Entscheidung politisch ein. Wo Menschen leben, betont er, müsse Rücksicht Vorrang haben. Geschwindigkeit werde dort reduziert, wo sie krank mache. Nicht als Symbol, sondern als Schutzmaßnahme – tagsüber wie nachts.

Igstadt als Teil eines größeren Plans

Die Susannastraße steht nicht allein. In mehreren Wiesbadener Stadtteilen bereitet die Stadtverwaltung weitere Tempo-30-Abschnitte vor. Bierstadt, Erbenheim, Biebrich, Kastel, das Westend, Südost und Dotzheim rücken in den Fokus. Überall dort wohnen Menschen an stark befahrenen Straßen, überall dort melden Ortsbeiräte Handlungsbedarf an. Das heißt: Jede einzelne Strecke wird geprüft, jede Entscheidung rechtlich abgesichert. Tempo 30 entsteht nicht aus Bauchgefühl, sondern aus Verfahren.

Mehr als ein Schild am Straßenrand

Langsamer fahren verändert Räume. Autos beschleunigen weniger, Reifen rauschen leiser, Gespräche auf dem Gehweg werden wieder möglich. Für Kinder, ältere Menschen und alle, die Fenster öffnen wollen, bedeutet Tempo 30 nicht Einschränkung, sondern Erleichterung. Igstadt erlebt, wie Verkehrsplanung konkret wirkt – spürbar, hörbar, messbar.

Symbolfoto ©2024 Pixabay

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Publikation: Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsadern.

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