Es ist 10:00 Uhr. Man muss es mögen, des geschäftige Leben der Städter. Das Kommen und Gehen. Den Lieferverkehr in der Langgasse, 

Bei dem portugiesischen, italienischen – kosmopolitischen Stimmengewirr im Hintergrund fühlt man sich irgendwo, nur nicht in Wiesbaden. Wir sitzen aber im Patavium in der Kirchgasse. Dort gehört es einfach dazu – genauso wie die Geräuschkulisse des Lieferverkehrs.

Patavium, kurz gefasst

Café – Bar – Galeterie – Frühstücken eben
Wann: montags bis sonntags von 10:00 bis 22:00 Uhr
Wo: Patavium Café – Bar – Galeteria, Langgasse 28, 65183 Wiesbaden 
Preise: Milchkaffee mit Obst, Joghurt und Müsli – Kleines Frühstück 4,20 (Getränk Croissant, Butter)
WLAN: nein

Die Speisekarte vom Café Patavium macht deutlich, mindestens von montags bis freitags steht das Mittags-, Nachmittags- und Abendgeschäft im Mittelpunkt. Die Eisvielfalt überzeugt und verrät die Ausrichtung auf den Frühling und Sommer. Klangvolle Namen wie Biene Maya oder Topolino locken Kinder – Afrikabecher, Tropicalbecher und Erdbeertraum dagegen eher Erwachsene. Die Preise, nun ja, Innenstadtlage eben: 8,10 Euro, 8,10 Euro und 9,30 Euro die Erwachsenenbecher.

Die Kugel für den Heißhunger

Wer nur eine Kugel Eis mit Sahne essen möchte, dem raten wir dazu, diese mitzunehmen – im Becher oder im Hörnchen. Entscheidet man sich dazu, die Kugel lieber im Sitzen vor Ort zu essen, kostet dass Bällchen 1,70 Euro, mit Sahne 2,90 Euro. Die Kinderportion, zwei Kugeln, kostet 3 Euro, mit Sahne 4,20. Die Größe der Kugeln, vielleicht können ja Eltern etwas dazu sagen. Wir haben nicht weiter nachgefragt. Für uns stand das Frühstück im Fokus.

Frühstücken im Patavium

Derjenige, der frühstücken möchte, wird im Patavium nicht enttäuscht. Auf der Speisekarte stehen übersichtlich ein Kleines Frühstück, ein Germania Frühstück, das Schwarzwald Frühstück und – warum auch immer – das Dänische Frühstück. Etwas versteckt entdecken wir auf Nachfrage Obst mit Müsli, unsere erste Wahl!

Weil das Patavium laut Karte in der Regel erst um 10 Uhr öffnet, haben wir „beim Betreten“ drinnen Bescheid gegeben – dass wir uns draußen hinsetzen. Nach vier Minuten, wir waren noch dabei uns zu sortieren, kam die Bedienung bereits zum Tisch – aufmerksam , sie hat mitbekommen, dass wir uns über Müsli unterhalten haben. Weil wir es nicht gefunden hatten, bestellten wir zwei kleine Frühstücke – auf das Nachfragen Ihrerseits (Müsli?) änderten wir die Bestellung ab: zwei Mal Müsli und zwei Milchkaffee.

Kurze Wartezeit

Nach sechs Minuten war unsere Bestellung am Tisch. Die Zeit dazwischen haben wir genutzt, den rollenden und brummenden Lieferverkehr zu beobachten. Dazwischen mühevoll eine ältere Dame mit Rollator. Als Nächstes das Klackern eines Gehstocks. Wir nickten dem Herrn zu und vertieften uns wieder ins Gespräch und weil das Frühstück auf dem Tisch stand, wurde die Geräuschkulisse zur Nebensache.

Lecker, Lecker, Lecker

Das Müsli sah nicht nur Lecker aus. Die saisonalen Früchte – Apfelspalten mit Ananas-Carpraccio, Erdbeeren und Pflaumen getaucht in Naturjoghourt und bestäubt mit Roggenflocken machten richtig Appetit. Einzige Kritik bekommen die halbierten Erdbeeren. Mit Gabel und Löffel serviert, war es merklich umständlich, wegen des Ahornsirups, den Strunk zu entfernen. Ohne klebrige Hände ging da gar nichts. Das  brachte gleich den nächsten Minuspunkt: Papierservietten, die sich vielleicht zum Eis essen eignen, nicht aber zum Speisen. Das geht gar nicht.

Fazit

Wir haben die Atmosphäre während unseres kurzen Businessfrühstücks und das Erwachen der Stadt am Dienstagmorgen genossen. Der Lieferverkehr und die älteren Wiesbadener haben uns keineswegs gestört. Im Gegenteil: Sie haben uns eher angeregt zu Lauschen und Geräusche zu erraten. Auf offenes WLAN haben wir da ehrlicherweise gar nicht geachtet. Es ist aber anzunehmen, dass es dies mitten in Wiesbaden inzwischen gibt. Bleibt abschließend der Blick auf den Preis: 9 Euro pro Person, ein Milchkaffee und ein Müsli mit Obstsalat. Der Preis war bei der guten Qualität durchaus gerechtfertigt. ∆

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