Seit mehr als acht Jahren ist die „Kulturkneipe Sabot“ für Fans von lauter Musik, guten Gesprächen und klaren Werten die Anlaufstelle in Wiesbaden. Jetzt steht sie vor dem Aus. Ein Thema, neben dem eigentlichen: Walhalla.

Gestartet als Mitmachkneipe steht das Sabot vor dem Aus. Wie auf der vergangen Kulturbeiratssitzung mitgeteilt wurde, habe der Vermieter dem Verein die Räume gekündigt. So ist der ehrenamtliche Verein auf der Suche nach neuen Räumen. Das Kulturamt soll helfen. Rückblick, Sabot steht nicht das erste Mal vor dem Aus. 2014, als sich einige der tragenden Personen zurückgezogen haben, war es Schin mal soweit. Ei Jahr später forderte das Finanzamt 2000 Euro zurück. Auch das war ein herber Schlag. Daran liege es diesmal aber nicht, denn wenn es nach dem Team von Sabot gehe, solle die Kündigung des Mietvertrags nicht das Aus für den Verein bedeuten. Man mache weiter – nur wo ist fraglich. Eigentlich ein Randthema, steht es ganz vorne.

Die Walhalla ist dem Kulturbeirat ein zentrales Anliegen, dass jahrelang nicht richtig angelaufen ist.“ Ernst Szebedits, Vorsitzender des Kulturbeirats

Hauptthema der Sitzung waren der Besuch des WVV-Aufsichtsratsvorsitzenden und Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende und seine Ausführungen zur Zukunft der Walhalla. „an merkt, dass die Sache langsam Fahrt aufnimmt, zeigt sich Ernst Szebedits, Vorsitzender des Kulturbeirats, erfreut. Die Walhalla ist dem Kulturbeirat ein zentrales Anliegen, dass jahrelang nicht richtig angelaufen ist. Der Beirat hatte dazu klare Empfehlungen aufgestellt – Nutzungskonzept als Kultureinrichtung vor der Sanierung –, die wir im jetzt skizzierten Verfahren dargestellt sehen. Das begrüße ich im Namen des Beirats, so Szebedits weiter.

„Endlich kann das Interessenbekundungsverfahren starten. Nicht nur der Kulturbeirat wartet sehnsüchtig darauf, dass der Weg für eine kulturelle Revitalisierung der Walhalla beschritten wird.“ – Dorothea Angor, stellvertretende Vorsitzende des Beirats

Nach Auskunft von Oberbürgermeister Mende und Betriebsleiter Andreas Rettig (WVV) in der Sitzung soll ein zweistufiges EU-weites Interessenbekundungsverfahren zur Nutzung der gesamten Immobilie einer Sanierung der Immobilie vorausgehen. Die Aufstellung des Verfahrens soll in Abstimmung mit Kulturbeirat und Ausschuss für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften geschehen. Das aufwändige Verfahren kann nach Schätzungen des WVV-Vertreters in der zweiten Hälfte 2021 abgeschlossen werden. Die WVV finanziert die Sanierung und schließt über die Subventionierung der Miete eine gemeinsame Absichtserklärung mit der Stadt ab.

„Wir wollen sobald als möglich gewinnbringendes, kulturelles Leben mitten in die Stadt bringen und die Walhalla in der Öffentlichkeit präsent halten.“ – Dorothea Angor, stellvertretende Vorsitzende des Beirats

Die stellvertretende Beiratsvorsitzende hat im Hinblick auf das langwierig zu erwartende Interessensbekundungsverfahren und die Sanierung fest, dass auch geprüft werden solle, was zwischenzeitlich möglich sei. Pop-up-Nutzungen in Teilbereichen des Gebäudes, eventuell unter Einbeziehung des öffentlichen Raumes, wie beispielsweise der Hochstättenstraße, könnten schon jetzt gewinnbringendes, kulturelles Leben mitten in die Stadt bringen und die Immobilie in der Öffentlichkeit präsent halten.“ Oberbürgermeister Mende hielt in der Sitzung des Beirats fest, dass einer Teilnutzung eine Plausibilitätsprüfung vorausgehen müsse. Momentan lassen brandschutztechnische Bestimmungen keine Nutzung zu.

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Die offizielle Internetseite der Walhalla (im Exil) finden Sie unter www.walhalla-im-exil.de.

 

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