Die vielleicht wichtigste Erkenntnis unserer Zeit ist die Einsicht, dass uns Ressourcen nicht in unbegrenztem Maße zur Verfügung stehen und wir deshalb damit erheblich schonender umgehen müssen. Das Thema Umweltschutz ist wichtig.

Die Menschen sind für das Thema Umweltschutz und Ressourcenschonung sensibilisiert und ergreifen in immer größerer Zahl Maßnahmen, um dem neuen Nachhaltigkeitsgedanken gerecht zu werden. Oft fehlt aber das Wissen, was viele Menschen immer noch davon abhält. Dabei sind gar nicht so groß angelegte Veränderungen nötig. Häufig sind es die kleinen, vermeintlichen banalen Dinge, die in der Summe Großes bewirken. Viele davon betreffen den Alltag. So sind einige Maßnahmen für jeden mit wenig Aufwand umzusetzen. Welche das sind, verraten wir in folgendem Artikel.

Plastiktüten vermeiden

Eines der größten Probleme für die Umwelt ist und bleibt Plastik und in diesem Kontext insbesondere die Tüten aus dem Supermarkt. Da Kunststoffe nicht oder nur sehr schwer und langsam verrotten, verursachen die vormals beliebten Einkaufshilfen gigantische Müllberge. Die meisten dieser Tüten bestehen aus Polyethylen, für welches Erdöl benötigt wird. Allerdings wird nur ein vergleichsweise geringer Teil der Plastiktüten wiederverwertet, da diese zumeist im Restmüll oder gar in der Natur landen – wenn diese gedankenlos in Flüsse geworfen werden und ins Meer gelangen, wo sie eine tödliche Gefahr für Fische und andere Meeresbewohner sind.

Es ist  unumgänglich, diesem maßlosen Treiben ein Ende zu setzen. Das kann auf relativ einfache Art und Weise erreicht werden. Wer für den Einkauf umweltschonende und wiederverwendbare Beutel aus Stoff bzw. Leinen verwendet, kann so  mit wenig Aufwand einen wesentlichen Teil zum Umweltschutz beitragen.

Reparieren statt wegwerfen

Ein anderer neuralgischer Punkt, an dem man effektiv den Hebel ansetzen kann, wird besonders dann deutlich, wenn ein Gerät im Haushalt seine Dienste verweigert. Die Angewohnheit, defekte Geräte umgehend durch ein neues Modell zu ersetzen, hat sich derart in den Köpfen der Menschen festgesetzt, dass wir uns längst zu einer “Wegwerfgesellschaft” entwickelt haben.

So verursachen wir jährlich allein in Deutschland etwa 1 Million (!) Tonnen Elektroschrott. Der gigantische Müllberg ließe sich erheblich reduzieren, wenn man sich öfter die Mühe machen würde, zunächst einmal abzuklären, ob sich Haushaltsgroßgeräte wie eine Waschmaschine reparieren lassen. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass die eigenen Fähigkeiten dazu nicht genügen, lohnt es sich, einen Fachmann mit der Wiederinstandsetzung zu beauftragen.

So  tun Sie der Umwelt nicht nur einen großen Gefallen, sondern zumeist auch der eigenen Haushaltskasse. Schließlich schlagen eine neue Waschmaschine, ein neuer Herd oder Kühlschrank mit durchaus stattlichen Beträgen zu Buche.

Wasser bewusster dosieren

Auch mit Wasser gehen viele Menschen sorglos um. Dabei ist H2O unsere wichtigste Ressource. Hier landen Millionen und Abermillionen von Litern völlig unnötigerweise im Abfluss, weil wir beispielsweise beim Abwaschen, beim Zähneputzen oder auch beim Baden zu achtllos damit umgehen.

Unter der Dusche ©2021 Pixabay / Gert Altmann

Unter der Dusche ©2021 Pixabay / Gert Altmann

Viele Menschen lassen während des Abwasches das Wasser einfach laufen, obwohl es erheblich schonender für Ressourcen UND Geldbörse wäre, schlichtweg einen Stöpsel zu benutzen. Ähnliches gilt für den typischerweise laufenden Wasserhahn beim Putzen der Zähne oder dem Einseifen während des Duschens. Auch hier kann das Wasser in dieser Zeit durchaus abgestellt werden. Dass beim Duschen im Allgemeinen weniger Wasser verbraucht wird als bei einem Bad, sollte mittlerweile ohnehin jedem klar sein

Umweltbewusst essen? Wie geht das denn?

Ein weiterer wesentlicher Aspekt hat mit unserem Konsum zu tun, was Lebensmittel im Allgemeinen anbetrifft. So steht hinter der Verarbeitung derartiger Produkte ein riesiger Apparat höchst umweltschädlicher Maßnahmen, die dem Konsumenten in aller Regel gar nicht bewusst sind.

Um den ganzen Wahnsinn ein wenig zu verbildlichen, sollen an dieser Stelle exemplarisch die Nordseekrabben angesprochen werden. Diese werden nämlich von der Nordsee jeden Tag tonnenweise nach Afrika transportiert, um sie dort zu möglichst geringen Kosten schälen zu lassen, bevor sie wieder nach Europa gelangen und als “Nordseekrabben aus der Region” im Supermarktregal angepriesen werden. In welch massiver Art und Weise hier jeder Ökologie-Gedanke ad absurdum geführt wird, kann man sich angesichts dieser Vorgehensweise ausmalen. Das bedeutet, dass es sich aus vielerlei Gründen empfiehlt, die eigene Sorglosigkeit beim Lebensmitteleinkauf abzulegen und sich eingehender über das Herstellungsverfahren zu informieren.

Ein bewussterer Einkauf kommt zudem nicht allein dem Nachhaltigkeitsgedanken zugute, sondern auch dem eigenen Geldbeutel UND nicht zuletzt natürlich auch der Gesundheit. Schließlich müssen Lebensmittel, die in verschiedenen Ländern oder sogar Kontinenten unterschiedlichen Verarbeitungsschritten zugeführt werden, eine besondere Haltbarkeit aufweisen.

Um das zu erreichen, werden häufig eher zweifelhafte Chemikalien verwendet. Grundsätzlich gilt; je weitere Wege ein Lebensmittel bis in das Supermarktregal zurückgelegt hat, umso mehr Energie ist für Herstellung, Verpackung und Transport aufgewendet worden. Wer also Produkte aus der Region kauft, erwirbt sehr viel weniger chemisch behandelte Nahrungsmittel und stärkt obendrein die regionalen Hersteller und Händler.

Nachhaltig putzen

Was das Putzen des Haushaltes mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun hat, mag sich vielen Menschen auf den ersten Blick womöglich nicht gleich erschließen. Wenn man sich jedoch mal ein wenig genauer anschaut, was genau man für das Reinigen von Bad, Küche etc. eigentlich benutzt, wird der Zusammenhang auf den zweiten Blick schon etwas klarer.

Für nahezu jedes Putzvorhaben steht ein spezielles Mittel bereit, deren Inhaltsstoffe sich lesen wie die Grundausstattung in einem Chemielabor. Tatsächlich allerdings sind viele dieser Mittel gar nicht notwendig und werden in erster Linie für separate Zwecke angeboten, um eine Umsatzmaximierung der herstellenden Firmen zu erreichen, was, zumindest unter ökologischen Gesichtspunkten, nicht einmal beanstandet werden könnte, wäre da nicht das Problem, dass derartige Chemiebomben über unser Abwassersystem in die Natur gelangen und dort erheblichen Schaden anrichten.

Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass die Inhaltsstoffe auch der eigenen Gesundheit nicht gerade zuträglich sind. Erheblich gesünder sowie umweltschonender in Herstellung UND Entsorgung sind dagegen bestimmte Hausmittel, die letztlich den gleichen oder doch zumindest einen ähnlichen Zweck erfüllen. So eignen sich beispielsweise Natron, Essig oder auch Zitronensaft hervorragend für viele unterschiedliche Bereiche, wenn es um das Putzen geht.

Diese Variante hat neben dem ökologischen und dem gesundheitlichen Aspekt sogar noch einen weiteren, nicht unerheblichen Vorteil. Und der besteht darin, dass eine Nutzung der genannten natürlichen Varianten auch die Haushaltskasse auf Dauer erheblich entlastet, da synthetische Reinigungsmittel in aller Regel mit sehr viel höheren Kosten verbunden sind als ihre umwelt- und gesundheitsschonenden Pendants.

Fazit – Mit bescheidenen Maßnahmen großes bewirken.

Letztendlich kann sich in der heutigen Zeit niemand mehr seiner Verantwortung entziehen, Bestrebungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit aktiv zu unterstützen. Dass sich Menschen nach wie vor außerstande sehen, etwas in diesem Bereich zu bewirken, ist vordergründig dem Umstand geschuldet, dass darüber falsche Vorstellungen kursieren.

Viele Menschen denken noch immer, dass für einen nennenswerten Beitrag zum Umweltschutz weitreichende und kostenintensive Maßnahmen notwendig wären. Tatsächlich jedoch bedarf es keines Nachrüstens einer Photovoltaikanlage am eigenen Haus, um dem Nachhaltigkeitsgedanken gerecht zu werden. Es sind auch und vor allem die einfach umzusetzenden Dinge, die zwar im Einzelnen fast schon banal wirken, in der Summe allerdings große Veränderungen bewirken.

Wenn diesbezüglich bei den alltäglichen Tätigkeiten ein Umdenken stattfindet, kann nicht nur die Ressourcenschonung weiter optimiert werden; als eine Art “positiver Nebeneffekt” wirkt sich ein in dieser Richtung verändertes Verhalten auch positiv auf die eigene Gesundheit und nicht zuletzt sogar auf den eigenen Geldbeutel aus. Insbesondere Wiesbaden zeigt sich in diesem Bereich immer wieder recht umtriebig und unterstützt Bestrebungen dieser Art mit unterschiedlichen Initiativen und Förderprogrammen. So werden die Menschen in Wiesbaden und Umgebung für dieses heute so wichtige Thema sensibilisiert und zu entsprechenden Verhaltensweisen ermutigt. (Foto oben: Bild: stock.adobe.com ©Halfpoint)

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So kannst Du selber CO2 einsparen. Infos dazu finden Sie auf : quarks.de.

 

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