Der historische Kriminalroman „Samson und Nadjeschda“ führt zurück nach Kiew im Jahr 1919, zurück in die Kriegswirren – und ist gleichzeitig erschreckend aktuell.

Kiew im Frühjahr 1919: Vor wenigen Wochen haben die Bolschewiki die Stadt übernommen, es herrschen Bürgerkriegsähnliche Zustände. Heute lebt Andrej Kurkow in Kiew und es herrscht Krieg. Die Rolle der Säbel übernehmen Bomben und Raketen.

Villa Clementine, kurz gefasst

BuchvorstellungRoman über ein Verbrechen von historischer Dimension.
Wann: Mittwoch, 9. November 2022, 19:30 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 12,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro

Karten im Vorverkauf zu zwölf, ermäßigt neun Euro gibt es in der Tourist-Information Wiesbaden oder online übers Internet unterwww.wiesbaden.de.

Der Roman spielt in Kyiv im Jahr 1919. Gerade ist die russische Revolution vorüber, da verschlägt es Samson durch einen Zufall zur neuen sowjetischen Polizei. Hier muss er sich gleich bei seinem ersten Fall mit besonders kuriosen Gegenständen befassen, zu denen ein abgeschnittenes Ohr und ein Silberknochen gehören. Dabei lernt er die resolute Nadjeschda kennen, die ihm nicht nur bei den Ermittlungen zu helfen vermag. Unversehens wurde Kurkows bereits 2020 erschienener Krimi nun zum aktuellen Text, da sich in den historischen Beschreibungen erschreckende Parallelen zur Gegenwart ziehen lassen.

Zur Person Andrej Kurkow

Der Autor ist 1961 in St. Petersburg geboren und lebt seit seiner Kindheit in Kyiv. Er absolvierte das Kiewer Fremdspracheninstitut (neben Englisch und Japanisch spricht er neun weitere Sprachen) und wollte Diplomat werden, was ihm aber mangels Beziehungen nicht gelang. Also entschied er sich, Autor zu werden. Seine Werke werden in über 40 Sprachen übersetzt, zuletzt auf Deutsch erschien 2019 sein Roman Graue Bienen. Kurkow ist Präsident des ukrainischen PEN-Clubs und meldet sich derzeit häufig in politischen Fragen zu Wort. 2022 wurde er für Tagebuch einer Invasion mit dem Geschwister-Scholl-Preis geehrt.

Foto oben ©2022 Volker Watschounek

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