Digitale Begleiter erleichtern den Alltag für Menschen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen und wirken der Vereinsamung und sozialen Isolation entgegen.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen betreffen alle Teile der Bevölkerung und haben sich stark auf den Kontakt zu anderen Menschen ausgewirkt. Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Sie gilt es deshalb besonders zu schützen. So wurden bereits im März Besuchsbeschränkungen und -verbote für stationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe ausgesprochen. Die Situation war und ist für viele Bewohner, Angehörige und auch Pflegekräfte belastend.

„Unsere Mitarbeiter in der Abteilung für ältere Menschen und der Abteilung der Menschen mit Behinderung kennen wir die Akteure.“ – Daniela Leß, Amtsleiterin

Auch jetzt sind trotz der vielen Lockerungen sind weiterhin nur eingeschränkt und unter Auflagen möglich. Um den Kontakt zu Angehörigen und Freunden zu erleichtern und um die Zeit des persönlichen Wiedersehens so angenehm wie möglich zu gestalten, hat das Land Hessen insgesamt 10000 Tablets für stationäre Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen bereitgestellt. 363 davon sind diese Woche in Wiesbaden angekommen. Sie werden im Moment mittels eines Verteilerschlüssels an die Träger der Einrichtungen verteilt. Dass Amt für Soziale Arbeit steuert die Ausgabe.

„Wir unterstützen die Verteilung der Tablets nach allen Kräften und helfen dabei, dass die Tablets in den Einrichtungen und bei den Menschen die sie brauchen ankommen.“ – Daniela Leß, Amtsleiterin

Amtsleiterin Daniela Leß und Sozialdezernent Christoph Manjura legten selbst mit Hand an und brachten die ersten Tablets persönlich zum Haus Erbenheim der Nassauischen Blindenfürsorge. Unter dem Motto Wir sind eine Familie leben dort vierzig Bewohner in vier Wohnbereichen in familiärer Atmosphäre zusammen. Die Gefahr der Vereinsamung seiner Bewohner durch ausgesprochene Kontaktbeschränkungen ist dem Heimeiter Udo Spieker bewusst.

„Kontaktbeschränkungen wie durch die Corona-Pandemie sind das Eine. Erhöhte Hygiene- wie auch Quarantänemaßnahmen im Allgemeinen wegen Infektionen durch MRSA oder andere Krankenhauskeime gehören für uns seit Jahren zum Alltag.“ – Udo Spieker, Heimleiter

Spieker freut sich über die Aktion des Landes. Der Heimleiter ist zuversichtlich, dass die Tablets von seinen Bewohnern gut angenommen werden. Mit der liebevollen Unterstützung aller Betreuungskräfte und natürlich auch Pflegekräfte werde man den Menschen helfend zur Seite stehen und so die Scheu vor der neuen Technik schnell abgelegen, davon ist der Heimleiter überzeugt.

„Die letzten Wochen und Monate waren für alle Beteiligten nicht leicht. In den Pflege- und Wohnheimen wurde und wird richtig tolle Arbeit geleistet, um Kontakte zu ermöglichen oder für Ablenkung zu sorgen.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Die Nutzung der Tablets wird durch das Land per Technik-Hilfe-Hotline und ein vorinstalliertes Einführungsvideo unterstützt. Dann können die Geräte für Video-Telefonie genutzt werden. Aber auch Gedächtnistraining-Apps oder Spiele für mehrere Mitspielende sind möglich. Alles in allem sehr gute Anwendungen, die aus Sicht von Wiesbadens Sozialdezernenten ein Schritt in die richtige Richtung sind.

So funktionieren die Geräte

Auf einer Internetseite der Hessischen Landesregierung gibt es verschiedene Informationsquellen, die bei Umgang mit den Tablets unterstützen. Etwa das hier eingebundene Video.

Darüber hinaus gibt es eine Sammlung mit häufig gestellten Fragen und Antworten. Dienstags bis freitags von  09:00 bis  17:00 Uhr und samstags von 09:00 bis 16:00 Uhr erhalten die Anwender außerdem unter der Service-Hotline 0611 32 11 4277  praktische Hilfe.

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Ein Jahr Digitalministerium. Die offizielle Internetseite finden Sie unter digitales.hessen.de.

 

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