City-Bahn „Ja“ oder „Nein“? An diesem Punkt scheiden ich die Geister. Am 1. November entscheiden die Bürger, wo die Reise hingeht – auf Gleisen und Reifen?

Über 600 Teilnehmende bei der Demonstration #WeichenStellen – Gemeinsam für unsere Straßenbahn haben eindrücklich bewiesen, dass keineswegs nur eine Hand voll Ökos und Eisenbahn-Nostalgiker die City-Bahn befürwortet. Es ist ein breites gesellschaftliches Bündnis – über Parteigrenzen und Altersgruppen hinweg.

Die Bürgerinitiative Bürger ProCityBahn e.V. startet so mit dem Rückenwind in den Straßenwahlkampf und die entscheidenden sechs Wochen vor der Abstimmung. Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne ist es der Initiative gelungen, unabhängig von der CityBahn GmbH deren Agenturen Kommunikationsagenturen eine flächendeckende Plakatkampagne zu starten. Unter dem Motto Beste Freunde: Citybahn+X wird über Vorteile zu informieren, die dieses Projekt in vielen Bereichen (Umwelt, Pendler, Freizeit, usw.) bietet. Gleichzeitig vermittelt sie auf Visualisierungen einen Eindruck davon, wie eine moderne Straßenbahn in Wiesbaden aussehen könnte. Damit werden realistische Bilder gegen die sachlich falschen Gruselbilder gestellt, mit denen die Gegner seit Monaten dieses Projekt diffamieren.

Dank vieler fleißiger, ehrenamtlicher Helfer wurden umweltfreundliche Papp-Plakate über das Stadtgebiet verteilt. Der der Schwerpunkt der Plakatierung liegt in den Vierteln liegt,  in denen die Menschen leben – wo die City-Bahn fahren soll.

Der Entscheid zur City-Bahn ist eine Entscheidung darüber, wie die Zukunft der Mobilität für alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener aussehen wird und verdient daher eine möglichst hohe Wahlbeteiligung. Mit Plakat-Aktionen, viele Infostände, Rad- und Gehtouren entlang der City-Bahn-Strecke, mit erläuternden Gesprächen sowie weitere Aktionen, verfolgt das „Bündnis Pro CityBahn“ in den kommenden Wochen daher ein Ziel: Möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, dass sie am 1. November gut informiert zur Urne gehen oder die Möglichkeiten zur Briefwahl nutzen. „Auch wenn es durchaus noch einige Stellen Verbesserungspotential gibt, gilt es am 1.11. eine Grundsatzentscheidung zu treffen: Gehen wir endlich mutig die Wurzel unserer Verkehrsprobleme an und stellte mit einer modernen Straßenbahn die Weichen Richtung Zukunft oder verharren wir weiter im wachsenden Verkehrschaos? Hören wir auf die Wissenschaft, oder auf die, die uns fast 20 Jahren schon einmal vermeintlich bessere Alternativen versprochen und bis heute nicht geliefert haben. Die Chance, die wir jetzt haben, werden wir so schnell nicht wieder bekommen. Jetzt kommt es auf jede einzelne Stimme an!“, so Martin Kraft, Vorsitzender von Bürger ProCityBahn e.V..

Gemeinsam haben die Partner im Bündnis ProCityBahn eine Reihe von Plakatwänden finanziert, die seit gestern an den entscheidenden Punkten dieser Stadt auf die Stärken des Projekts und den Bürgerentscheid aufmerksam machen.

Es ist bedauerlich, dass auf der Gegenseite zunehmend zu Desinformation, Unwahrheiten und persönlichen Diffamierungen gegriffen wird. Wenn z.B. die Sterbeanzeigen-Kampagne der BI Mitbestimmung den Eindruck vermittelt, ein Großteil der Bäume in Biebricher Allee sei durch dieses Projekt bedroht, dann ist das nachweislich eine Lüge. Dort werden ausweislich der Planungen  nur in den Haltestellen- und Kreuzungsbereichen einige Bäume weichen, die aber durch lokale Ersatzpflanzungen kompensiert werden müssen. Die übergroße Mehrheit und der Allee-Charakter bleiben erhalten. „Das Stadtklima wird durch die Entsiegelung mit einem Rasengleis sowie durch eine Verringerung des Autoverkehrs besser, nicht durch ein Festhalten am Autoverkehr“, ergänzt Mathias Lück, ebenfalls Vorstandsmitglied bei ProCityBahn e.V..

„Die Alleen bleiben erhalten. Dieser Baum auch. Fakten statt Lügen.“ – Mathias Lück, Vorstandsmitglied bei ProCityBahn e.V.

Wie schon in den vergangenen Jahren wird die Bürgerinitiative ProCityBahn auch in den kommenden Wochen weiter faktenbasiert arbeiten, sachliche Informationen weitergeben und auf offensichtliche Lügen und verbreitete Unwahrheiten hinweisen und fordert auch alle anderen Gruppen zu mehr Sachlichkeit und Fairness auf. Lügen und Diffamierungen dürfen in einer Demokratie kein Raum erhalten, wie politisch motivierter Vandalismus. Das alles schadet dem gesellschaftlichen Klima und der Legitimität des Bürgerentscheides.

„Wir werden nicht mehr zusehen. Wir werden jede Form von Vandalismus ab sofort zur Anzeige bringen und rufen alle Bürger auf, einzuschreiten und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten, wenn sie etwas mitbekommen.“ – Mathias Lück, Vorstandsmitglied bei ProCityBahn e.V.

Trotz der wiederholten Weigerung der BI Mitbestimmung, ein gemeinsames Statement dazu abzugeben, steht für die Aktiven der Pro CityBahn fest: Die Zerstörung von Bannern und Plakaten, egal welcher Seite und egal wie fragwürdig der Inhalt auch sein mag, darf in einem demokratischen Wettkampf keinen Platz haben. Pro CityBahn distanziert sich daher entschieden von Vandalismus und rufen alle Wiesbadener Bürger auf, einzuschreiten und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten, wenn sie davon Kenntnis erhalten. Den zunehmenden Vandalismus und die nach Zeugenaussagen gezielte Zerstörung von Pro-Plakaten wird der Verein ProCityBahn e.V. ab jetzt konsequent zur Anzeige bringen.

Bürgerentscheid

Die Entscheidung am 1.11. ist zu wichtig für die Zukunft Wiesbadens, als dass sie von Desinformation, Angst, Ressentiments und plumper Gewalt überschattet werden dürfte. Es gilt die Weichen für die Zukunft zu stellen – auf Basis von Fakten, Fairness und gegenseitigem Respekt.

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Die offizielle Internetseite Pro City-Bahn finden Sie unter procitybahn.de.

 

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