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Radschnellweg

So könnte der Radschnellweg Frankfurt Wiesbaden verlaufen

Im Dezember haben die Städte Frankfurt am Main, Hochheim, Kriftel, Hattersheim, Wiesbaden, der Main-Taunus-Kreis und der Regionalverband eine Absichtserklärung für die Umsetzung einer Radschnellverbindung unterzeichnet. Jetzt liegen die ersten Entwürfe einer möglichen Streckenführung vor.

Volker Watschounek 9 Monaten vor 0

Der Radschnellweg Wiesbaden und Frankfurt (FRM3) wird konkreter. Der Regionalverband FrankfurtRheinMain hat eine favorisierte Streckenvariante herausgearbeitet.

Rouven Kötter, Erster Beigeordneter und (SPD) und Mobilitätsdezernent des Regionalverbandes freutesich über den ersten Entwurf einer möglichen Streckenführung des Radschnellweg Frankfurt > Wiesbaden. Mit der Vorzugstrasse ist ein bedeutendes Etappenziel auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität und damit zur Umsetzung der Verkehrswende im Rhein-Main-Gebiet erreicht.

„Dem Projektteam ist es wichtig, einen verträglichen und akzeptierten Radschnellweg zu bauen. Deshalb legen wir großen Wert auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, deren Ortskenntnisse und Detailwissen in den Planungsprozess eingeflossen sind.“ – Rouven Kötter

In den vergangenen Monaten hatte das Kölner Fachplanungsbüro SSP Consult GmbH im Auftrag des Regionalverbandes die unterschiedliche Streckenvarianten der einzelnen Abschnitte für den FRM3 analysiert und verglichen. Neben den zwei Hauptvarianten nördlich und südlich der Bundesautobahn A66 beziehungsweise der Bahntrasse identifizierten die Fachleute insgesamt 13 Untervarianten. So flossen auch alternative Linienführungen in die Untersuchung mit ein. Aus all diesen Daten entstand eine fachgutachterliche Empfehlung für den geeignetsten Linienverlauf einer möglichen Vorzugsvariante.

Vorzugstrasse von Wiesbaden … Die Trasse beginnt am Gustav-Stresemann-Ring östlich des Hauptbahnhofs und wird über den Ring in die Viktoriastraße geführt. Der weitere Verlauf orientiert sich an der Bahntrasse der Ländchesbahn und soll den geplanten Haltepunkt „Ostfeld“ einbinden. Über Feldwege geht es nördlich entlang der US Army-Base zur Autobahn-Anschlussstelle Wiesbaden-Nordenstadt und ist als Neubau parallel der bestehenden Bahntrasse vorgesehen.

Insgesamt befuhr das Team des Planungsbüros über 120 Kilometer an Strecke und dokumentierte diese für den weiteren Planungsprozess. Ergänzend zu diesen Untersuchungen veranstaltete der Verband eine öffentliche Onlinebeteiligung und mehrere Beratungen mit Fachleuten aus Kommunen und Fachbehörden. Eingeflossen sind in diesen Prozess zahlreiche wertvolle Hinweise und Stellungnahmen aus der breiten Öffentlichkeitsbeteiligung sowie aus einer Vielzahl von Gesprächen mit Interessengruppen und den betroffenen Gemeinden. Für die einzelnen Variantenabschnitte gab es sechs Bewertungskriterien, die der Gegenüberstellung dienten. In Abstimmung mit den Ergebnissen der Onlinebeteiligung lag ein besonderes Augenmerk auf Direktheit, Komfort und die Konfliktfreiheit der geplanten Radschnellverbindungen.

Hochheim/Hofheim/Flörsheim/Kriftel/Hattersheim – Die Trasse führt entlang der geplanten Wallauer Spange. Bis Flörsheim verläuft die Trasse südlich der Bundesautobahn A66. Sie wechselt im Bereich der Anschluss-Stelle Hofheim a.T. auf die Nordseite der A66, und wird über die parallel der Autobahn verlaufenden Wirtschaftswege nach Kriftel geführt. Kurz vor dem Neubaugebiet „Krifteler Wäldchen“ ist die Querung der A66 in südliche Richtung vorgesehen, so dass die Gemeinde Hattersheim direkt angebunden werden kann.

Im planungsbegleitenden Lenkungskreis begrüßten die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen die Vorlage der Vorzugsvariante und damit auch das Voranschreiten der Planung. Der Tenor war, dass es weiterhin Ziel sein muss, eine Variante zu finden, die auf absehbare Zeit realisierbar und umsetzbar ist. So soll die Situation für Radfahrende zwischen Frankfurt und Wiesbaden verbessert werden kann. Eine weitere Erkenntnis aus dem Lenkungskreis: Im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet gibt es keine einfachen Lösungen und von allen Seiten sind Kompromisse nötig.

Frankfurt – sieht eine Führung entlang der Höchster-Farben-Straße vor.  Abseits des Kraftfahrzeugverkehrs verläuft der Radschnellweg in Nied zwischen den S-Bahn Strängen, was eine neue Brücke über die Nidda notwendig macht. Von dort wird die Trasse über die Oeserstraße und den Denisweg bis zur Frankenallee geführt. Dort ist ein Durchbruch des Bahndamms und eine Führung zur Alleestraße geplant, wer der Schnellweg endet und in die vorhandene Radnetzstruktur der Stadt Frankfurt eingebunden werden soll.

Jetzt, da die Vorzugsvariante mit einer Gesamtlänge von ca.30km identifiziert ist, kann die Entwicklung der Maßnahmen und die genaue Potenzialermittlung starten. In diesen Planungsschritten geht es darum, auf kleinräumiger Ebene detaillierte Lösungen für die Streckenführung zu erarbeiten. Außerdem ist geplant, die Vorzugsroute noch einmal öffentlich zu präsentieren und vorzustellen. Bürgerinnen und Bürger können Stellung zur Route nehmen und Änderungswünsche oder Bedenken äußern. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie auf dem Tisch liegen.

Radschnellweg Frankfurt Wiesbaden

Karte: Radschnellweg Frankfurt Wiesbaden ©SSP Consut GmbH

Ausführliche Informationen zum Radschnellweg FRM3 gibt es auf der Projektwebseite unter der Adresse www.machbarkeitsstudie-frm3.de. Dort sind eine ausführliche Beschreibung der favorisierten Streckenvariante, Kartenmaterial sowie Infos zum Planungsprozess zu finden. Unter der Projektmailadresse besteht die Möglichkeit, bis Ende des Jahres zur Vorzugstrasse Stellung zu nehmen.

Foto oben ©2023 Pixabay

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Die Internetseite zum Projekt Radschellweg finden Sie machbarkeitsstudie-frm3.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.