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Polier Roland Hördl hält den Rchtspruch

Richtfest für Neubau der Johannes-Maaß-Schule

Die Wirtschafts- und Immobilienkrise hatte das Gesamtkonzept in Stocken kommen lassen. Jetzt macht die WiBau Nägel mit Köpfen. Bis zum Jahresende soll alles fertig sein. Mit beginn des neuen Schulhalbjahrs könnten die ersten Schüler einziehen.

Volker Watschounek 1 Jahr vor 0

Im Mai 2022 wurde der Grundstein gelegt, jetzt Richtfest gefeiert und Ende des Jahres ist alles fertig: das Gesamtkonzept der Johannes-Maaß-Schule.

Geschichten und Anekdoten reihten sich am Donnerstagvormittag beim Richtfest der Johannes-Maaß-Schule aneinander. Etwa das der erste Bauabschnitt vor mehr als zehn Jahren exakt 4 Millionen gekostet hat. Daran erinnert sich Wiesbadens Baudezernent Andreas Kowol (Grüne). Kowol war seinerzeit Referent im Baudezernat, Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU). Eine Nachbudgetierung war nicht vorgesehen. Das bei vier Millionen Euro keine Heizung vorgesehen war, änderte daran nichts.

„Dass wir heute das Richtfest feiern können, freut mich – während des Bauvorhabens kam es aufgrund von baubegleitenden Vorgaben der Behörden zu Kampfmitteln und Archäologie zu erheblichen Verzögerungen.“ – Andreas Guntrum

Eine Schule für viel Millionen ohne Heizung! Klingt wie ein Schildbürgerstreich. Dabei blieb es dann aber nicht. Aus anderen Mitteln wurde die Heizung dazu gemietet – und das veranschlagte Budget nicht gesprengt. Persönlich wurde Ortsvorsteher Theo Baumstark (CDU). Im Ortsteil groß geworden, erzählte er davon, dass er auf dem Gelände früher als Kind gespielt habe und auch selbst auf die Johannes-Maaß-Schule gegangen sei, er, seine Kinder, seine Enkel – und wer noch alles folgen mag.

„Die Basis für die architektonische Konzeption des Gebäudes haben die pädagogischen und räumlichen Anforderungen, die an moderne Schulen gestellt werden, vorgegeben, sodass die Schüler bereits 2024 im neuen Gebäude optimale Lernbedingungen für vielfältige Unterrichtsformen vorfinden.“ – Axel Imholz

Im Ortsbezirk Nordost entsteht seit Januar 2022 in unmittelbarer Nähe zur Johannes-Maaß-Schule ein Neubau mit einer Zweifeld-Turnhalle und allen erforderlichen Nebenräumen. So wird nach dem bereits in 2016 errichteten Hauptgebäude jetzt der zweite Bauabschnitt realisiert. Damit vollendet die WiBau den gesamten Schulcampus und ersetzt die maroden und abgängigen Pavillons. Nach Abbruch der Pavillons entlang des Weges am Freizeitpark vom Alten Friedhof entsteht an gleicher Stelle die neue Turnhalle. Danach wird die alte Turnhalle im Westen des Grundstückes autark und als eigenständiges Bauwerk von der Schule abgetrennt.

„Ein besonderes Highlight ist die Dachterrasse, die als besonderer Lernort für ‚grüne Klassenzimmer‘ zur Verfügung steht. Auch bei diesem Bau wird mit einem Fernwärmeanschluss, Photovoltaikanlagen und einer energieeffizienten LED-Beleuchtung der Aspekt der Nachhaltigkeit großgeschrieben.“ – Andreas Kowol

Die neue Johannes-Maaß-Schule besteht aus vier Geschossen, die je nach Lage auf dem leicht geneigten Grundstück drei- bis viergeschossig wirken. Im Untergeschoß werden die Technikräume, Werkstatträume und Sozialräume untergebracht. Im Erdgeschoss wird sich neben der Betreuung und der Mensabereich und  die dazugehörige Küche befinden. In den Obergeschossen werden die Klassen-, Werk- und Differenzierungsräume eingerichtet. Die Zweifeld-Turnhalle mit Umkleiden sowie die Technikflächen werden in dem seitlichen Bauteil B integriert. Das begehbare Flachdach dient als Dachterrasse, die als Schulhoffläche und ein sogenanntes Grünes Klassenzimmer genutzt werden kann.

„Wiesbadens früherer Schuldezernent Johannes Maaß wäre sehr stolz darauf, welchen Stellenwert Schule und Bildung in unserer Stadt haben.“ – Andreas Guntrum

Johannes Maaß wurde als Sohn des Gastwirtes Hermann Maaß geboren. Bevor er 1909 als Lehrer nach Biebrich kam, studierte er in Berlin. 1919 zog Maaß als Abgeordneter der SPD in der Stadtverordnetenversammlung ein. 1920 gründete er zusammen mit Carl Broglie in Wiesbaden die städtische Volkshochschule und übernahm zugleich als Studienleiter und Geschäftsführer deren Leitung. Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht ergriffen hatten, wurde Maaß 1933 aus allen Ämtern entlassen und unter Polizeiaufsicht gestellt und 1944 von Wiesbaden in das KZ Dachau deportiert. Nach Kriegsende kehrte er nach Wiesbaden zurück.

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Fotos ©2021 Volker Watschounek

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Die Internetseite der Johannes-Maaß-Schule finden Sie unter www.johannes-maass-schule.de

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.