Zentrale Fragen der Koordinierungsstelle: Wie ist die Lebenssituation von älteren Schwulen in Wiesbaden? Welche Bedarfe haben transsexuelle Jugendliche oder die Eltern von intersexuellen Kindern?

Wiesbaden ist eine vielfältige Stadt. Hier leben etwa 20000 LSBT*IQ. Die Förderung von Akzeptanz und gegenseitigem Respekt ist ein Anliegen der Landeshauptstadt Wiesbaden. Am 15. September 2017 hat die Landeshauptstadt nicht zuletzt deshalb unter Oberbürgermeister Sven Gerich die Koordinierungsstelle LSBT*IQ eingerichtet. Seitdem ist die direkt dem Oberbürgermeister unterstellt. Sie dient der Beratung und Akzeptanzförderung von lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Lebensweisen und stellt eine Schnittstelle zwischen Politik, Stadtverwaltung und der Community dar. Im Zuge der Neuordnung der Dezernatsstellen, soll die Koordionierungsstelle dem Dezernat II und damit Wiesbadens künftigen Bürgermeisterin Christiane Hinninger zugeordnet werden.  Die DCU-Rathausfarktion kritisiert dies und fordert, dass das Thema LSBT*IQ Chefsache bleiben muss.

Pressemitteilung, CDU

LSBT*IQ muss Chefsache bleiben!

(28.09.2022) Wie Bürger als auch die CDU-Rathausfraktion kurz vor der Sommerpause erfahren haben, plant die neue Linkskooperation Ämter, Behörden und Aufgabenbereiche einmal wild durcheinander zu würfeln und nach dem vermeintlichen Klientel der Linkskooperation und deren Arithmetik neu zu sortieren. Dieser Neuordnung soll auch die erst 2018 eingerichtete LSBT*IQ-Koordinierungsstelle der Landeshauptstadt zum Opfer fallen, wenn die Dezernatsaufteilung, wie von der Linkskooperation geplant, so auch von Oberbürgermeister Gert Uwe Mende umgesetzt wird.

Ohne mit den betroffenen Personen gesprochen zu haben, plant die Linkskooperation, die Koordinierungsstelle organisatorisch ins Dezernat der designierten Stadträtin Christiane Hinninger zu verorten, kritisieren die CDU-Fraktionsvorsitzende Daniela Georgi und Stefan Löwer, Kreisvorsitzender der LSU. Weder der Leiter der Koordinierungsstelle noch die LSBT*IQ-Community seien in diese Entscheidung eingebunden gewesen.

Die Grünen beweisen damit einmal mehr, dass ihnen die Hand auf Ämtern und Stellen wichtiger ist als die politische sinnvolle Zuordnung in der Stadtpolitik, Die Strahlkraft einer LSBT*IQ-Koordinierungsstelle in einem nachgeordneten Dezernat verliert an Bedeutung und Aufmerksamkeit, moniert die Fachsprecherin der CDU-Rathausfraktion, Sofia Karipidou. Mit der gestrigen Pressemitteilung rühmt sich die Linkskooperation gar mit dieser Entscheidung. Nach Ansicht der LSU ist dieser Schritt jedoch anders zu sehen: Die Verlegung in ein anderes Dezernat als das des Oberbürgermeisters kann in unserer Community und der Stadtgesellschaft nur als Herabstufung verstanden werden. LSBT*IQ-Personen werden damit zum Spielball der Linkskooperation, so Löwer.

In 22 von 25 Städten bundesweit, die eine vergleichbare LSBT*IQ-Koordinierungsstelle haben, ist diese dem Dezernat des Oberbürgermeisters bzw. der Oberbürgermeisterin zugeordnet. Das hat stets auch eine Relevanz für den Stellenwert der LSBT*IQ-Politik einer Stadt. Und was bedeutet das eigentlich für den Regenbogenempfang 2023?, fragt Löwer. Und weiter: Heißt dieser im kommenden Jahr dann ‚Regenbogenempfang der Stadträtin‘? Die LSBT*IQ-Koordinierungsstelle gehört jedenfalls ins OB-Dezernat, stellen CDU-Rathausfraktion und LSU übereinstimmend fest.

Meinungsumfrage: Was denken Sie?

LSBT*IQ-Koordinierungsstelle, wo gehört sie hin? Wenn in den kommenden Tagen Christiane Hinninger zu Wiesbadens ersten Bürgermeisterin gewählt wird, soll die Koordinierungsstelle umziehen. Richtig oder falsch, was sagen Sie?
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Foto oben ©2022 Pixabay / Wiesbaden lebt!

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