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Die ostbelgische Gemeinde Raeren bildete vom 13. bis ins 19. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum der Steinzeugproduktion. Wie das übrige Rheinische Steinzeug wurden auch die Raerener Gefäße als begehrte Exportwaren über weite Handelswege in zahlreiche Länder verkauft. Während das Raerener Steinzeug zunächst für seine braune Farbgebung bekannt war, trat gegen Ende des 16. Jahrhunderts eine neue Variante auf: das graue Steinzeug mit blauer Kobaltbemalung, welches den Westerwälder Produkten teils zum Verwechseln ähnlich ist. Der Vortrag beleuchtet die Beziehungen zwischen den beiden Produktionsstätten anhand der graublauen Exponate aus der Sammlung des Töpfereimuseums Raeren – ein spannendes Forschungsfeld, das bis heute viele Fragen offenlässt.




