Ohne genaue Zahlen zu nennen meldet sich Ingo Seemen, gesundheitspolitischer Sprecher der LINKE&PIRATEN zu Wort. Er erklärt, dass die Ampel auf Rot stehe. Vergangene Woche waren Eindrittel der Intensivbetten belegt.

Der gesundheitspolitische Sprecher der LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden, Ingo von Seemen, äußert sich kritisch gegenüber der gestrigen Berichterstattung im Gesundheits-Ausschuss der Landeshauptstadt. Dieser enthielt erschreckende Zahlen über die zur Verfügung stehenden Intensivbetten. Die Ampel steht auf…

Wiesbadens Krankensystem überfordert

Eine von vier sogenannten „Corona-Ampeln“ steht auf Rot: Die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten an Wiesbadener Krankenhäusern ist deutlich zu gering – und das bei gerade mal vier Belegungen durch Corona-Patienten, so Seemen. „Das ist für mich eine unhaltbare Situation. Es kann doch nicht wahr sein, dass bei einer aktuell so mäßigen Coronalage Wiesbadens Krankensystem schon komplett überfordert ist! Selbst wenn wir keinen einzigen Coronapatienten hätten, wäre die Ampel schon auf Rot!“ so von Seemen entsetzt.

…zurück in kommunale Hand

„Das Problem liegt auf der Hand: Intensivbetten bringen keinen Gewinn. Deswegen ist es für die profitorientierten Helios-Kliniken nicht von Bedeutung diese in ausreichender Zahl vorzuhalten. Die HSK als Maximalversorger in Wiesbaden und somit zuständig für die Notfallbetreuung, kommen ihrer Aufgabe nicht nach. Das Krankenhaus gehört dringend zurück in kommunale Hand. Gesundheitsversorgung ist eine staatliche Aufgabe und sollte nicht der Gewinnoptimierung unterliegen. Man möge sich nur überlegen, was bei einer zweiten, potentiell stärkeren, Coronawelle los wäre!“

Situation in Hessen

Mit Stand vom 25. Mai, 11:00 Uhr, waren in den hessischen Krankenhäusern 10941 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten). Dies sind 1100 Betten mehr als beim letzten Briefing (Stand: 19. Mai, 11 Uhr: 9.841). Die Gesamtzahl der COVID-19 Patientinnen und -Patienten in den hessischen Krankenhäusern lag am 25. Mai bei 450, davon sind 112 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Am 25. Mai gab es 804 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern. (Foto: Bokskapet auf Pixabay)

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