Theater spielen, zusammen Musik machen, Vorlesen, Rollenspiel – einfach von anderen Kulturen erzählen. Die Möglichkeiten des Miteinander und der Integration sind breit gefächert – Integration mit Kultur. 

Mit dem Programm Integration durch Kultur gibt Wiesbaden Geflüchteten eine Chance, sich in der Stadt kulturell zu betätigen sowie eigene Fluchterlebnisse und Erfahrungen aus den Herkunftsländern künstlerisch zum Ausdruck zu bringen. Im Kulturhaushalt sind dafür in diesem Jahr Mittel in Höhe von 50000 Euro veranschlagt. Mit den Geldern soll die interkulturelle Öffnung von Kulturangeboten in Wiesbaden unterstützt werden.

„Kultur trägt maßgeblich dazu dabei, einen Zugang zu einem Land oder einer Stadt und ihren Menschen zu finden. Kultur ermöglicht, dass die Gesellschaft zusammenwächst.“ – Axel Imholz, Kulturdezernent

Kaum ein Bereich ist so durch Vielfalt und Pluralität geprägt wie Kunst und Kultur. Trotzdem sind Menschen mit Migrationshintergrund in vielen Verbänden und Organisationen des Kulturbetriebs kaum vertreten oder nehmen die Angebote nur zurückhaltend wahr. Kultur trägt maßgeblich dazu dabei, einen Zugang zu einem Land oder einer Stadt und ihren Menschen zu finden. Kultur ermöglicht, dass die Gesellschaft zusammenwächst.

„Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, den Kulturbereich so weiter zu entwickeln, dass alle ihr Recht auf kulturelle Teilhabe wahrnehmen können.“ – Axel Imholz, Kulturdezernent

Ein beispielhaftes Projekt ist das Bürgerprojekt von Wiesbadener Oberstufenschülern. Gemeinsam mit geflüchteten Neubürgern und vielen andere spielen Theater. Fragt man sie nach dem warum – ist es vor allem die Neugier, die die jungen Leute zusammenbringt. Es geht darum sich kennenzulernen, zu erfahren, wie sie wirklich sind, die anderen – unsere Gäste, unsere Gastgeber? Die Flüchtlinge kommen aus Syrien, Eritrea, dem Irak und anderen Ländern, viele sprechen noch kaum oder gar kein Deutsch. Zum Glück funktioniert Theater auch ohne Sprache.

Inspiration

Weitere Projekte die in den vergangenen Jahren gefördert wurden sind „Alltagswelten in Deutschland – Lernort Kino“, „Heimat – Identität im Wandel“ oder  „Die Beibehaltung des Trümmerhaufens“. Eine Liste mit vielen anderen inspirierenden Projekten finden Sie online unter www.wiesabden.de. Die Förderrichtlinien können Sie sich hier herunterladen. Bei der Auswahl durch eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe standen insbesondere Projekte die eine interkulturelle Öffnung verfolgen und von – oder gemeinsam mit – Migranten durchgeführt werden im Fokus.

Anträge einreichen

Anträge für Projekte, die in 2020 beginnen, können ab sofort bis zum 29. Februar an das Kulturamt, Schillerplatz 1-2, 65185 Wiesbaden, E-Mail: kultur@wiebaden.de, gerichtet werden.

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Die offizielle Internetseite zur Förderprogrammen des Kulturamts finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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