In Deutschland hat sich über Jahrzehnte eine beeindruckende Erinnerungskultur herausgebildet. Es gilt, sie  zu bewahren und zugleich neue Wege zu beschreiten.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November 1938 hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier zum Kampf gegen den Antisemitismus aufgerufen. Bei einer Gedenkstunde am Donnerstag in der Westend-Synagoge Frankfurt bekräftigte er: „In Hessen darf es keinen Platz für Antisemitismus und Rassismus geben. Hass und Hetze gegen Juden werden wir nicht tatenlos hinnehmen.“

„Nicht zuletzt die Ereignisse in Pittsburgh zeigen, dass wir mit allen Mitteln des Rechtsstaats den Kampf gegen den Antisemitismus führen müssen, damit sich jüdisches Leben in Deutschland frei und unbeschwert entfalten kann.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier 

Alle freiheitlich-demokratischen Kräfte stünden fest an der Seite der jüdischen Bürger in Hessen. Der Novemberpogrom und der Holocaust machten deutlich, welche schrecklichen und barbarischen Auswirkungen der Antisemitismus und die Ausgrenzung von Minderheiten haben könnte. So etwas dürfe sich niemals wiederholen. Das sei der Tiefpunkt der Zivilisation gewesen, so Bouffier weiter. Hessen werde dem wiedererstarkenden Antisemitismus im Land und in Deutschland entschieden gegenübertreten. „Das sind wir den Opfern des 9. Novembers 1938 und des Holocausts schuldig.“

„Der Antisemitismus in Deutschland tritt mittlerweile offener, dreister, brutaler und geschichtsverleugnender denn je auf. Jeder gewalttätige Übergriff auf jüdische Bürger ist einer zu viel. – Ministerpräsident Volker Bouffier 

In der Reichspogromnacht zündeten die Nationalsozialisten an zahlreichen Orten im Deutschen Reich Synagogen an, plünderten und zerstörten jüdische Geschäfte, verprügelten, töteten und verhaften Bürger jüdischen Glaubens. Der Novemberpogrom war eine Vorstufe des Holocausts, der Vernichtung des jüdischen Volkes in Europa durch die Nationalsozialisten.

„Es ist beschämend, dass Juden wieder Angst haben müssen“ – Ministerpräsident Volker Bouffier 

„Es ist beschämend, dass Juden wieder Angst haben müssen, in der Öffentlichkeit eine Kippa zu tragen und sich offen als Juden zu erkennen zu geben. Diesen Zustand dürfen wir als Gesellschaft nicht hinnehmen“, sagte Volker Bouffier. Gleichgültigkeit spielte es nur den Antisemiten in die Hände. Es gelte, wachsam zu bleiben und jeder Form der Judenfeindlichkeit kritisch zu begegnen, so Bouffier abschließend

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!