Novemberpogrome 1938: Gedenkstätte, Kerzen, Reden, Schülerbeiträge – ein stilles Zeichen gegen das Vergessen der Schoah.
Am Sonntag, 9. November, ruft die Landeshauptstadt Wiesbaden Bürger an die Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden. Die Stadt, die Jüdische Gemeinde Wiesbaden und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit – möchten gemeinsam an die Novemberpogrome von 1938 erinnern.
Erinnern, kurz gefasst
Gedenkveranstaltung – Erinnern, Mahnen, Zusammenhalten
Wann: Sonntag, 9. November 2025, 19:00 Uhr
Wo: Michelsberg, 65183 Wiesbaden
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wird die Eröffnung übernehmen und die Bedeutung des Erinnerns unterstreichen. Danach zeigen Schüler der Carl-von-Ossietzky-Schule Szenen aus der Nacht der Pogrome unter dem Titel „Was geschehen ist, ist geschehen…“.
Schüler und Jugendlich setzen Zeichen
Jugendliche des schulübergreifenden Kurses Jüdische Religion und des Jugendzentrums Oz beleuchten die Schließung der jüdischen Schule und des Kindergartens in Wiesbaden. Symbolisch entzünden sie sechs Kerzen für die sechs Millionen Opfer der Schoah und verbinden damit Erinnerung und Mahnung.
Rituelle Beiträge der Jüdischen Gemeinde
Im Anschluss folgen religiöse Rituale: Dr. Martin Pam trägt den Psalm 23 vor, Dr. Jacob Gutmark spricht Kaddisch. Das Gebet „El Male Rachamim“ rundet die Zeremonie ab und erinnert an die unermessliche Zerstörung der Synagoge am Michelsberg.
Archivfoto – Blick auf die Gedenkstätte am Michelsberg: Wiesbadens Bürgerinnen und Bürger erinnern gemeinsam an die Novemberpogrome 1938. ©2023 Volker. Watschounek
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Weitere Informationen zur Reichspogromnacht finden Sie auf den Internetseiten der Landeszentrale für politische Bildung unter www.lpb-bw.de.
Erstveröffentlichung: 03.11.2025


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