Neben allen Hilfsorganisationen, bieten viele Privatpersonen Geflüchteten spontan ihre Hilfe an – etwa ein Dach über dem Kopf. Auch die in einer Hilfsaktion organisierte Menge an Sachspenden reißt nicht ab.

Die Bilder aus der Ukraine schockieren. Die Not in der Ukraine ist riesengroß. Familien stehen vor dem Nichts. Viele sind ausgebombt, haben kein zu Hause mehr und wissen nicht wohin. Die humanitäre Hilfe ist groß – die Bereitschaft etwas zu spenden, Menschen in ihrer akuten Not aufzunehmen, ist auch in Wiesbaden groß. Neben Spendenaktionen, wie die des Schwimmclub Wiesbaden, werden an zentraler Stelle seit Samstag auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt (ELW), Unterer Zwerchweg 120,  Sachspenden gesammelt (Wiesbaden lebt! berichtete). Wiesbadens Oberbürgermeister hat am Montag die zentrale Sammelstelle besucht und sich ein Bild von der Hilfsbereitschaft  gemacht.

„Die humanitäre Lage in der Ukraine verschlimmert sich stündlich. Ich bin beeindruckt vo der großen Hilfsbereitschaft – hier in Wiesbaden und überall in Deutschland.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Hilfsgüter können noch am Montag und am Dienstag, 8. März, jeweils von 10 bis 18:00 Uhr abgegeben werden. Am Mittwoch, 9. März, werden die Hilfsgüter dann mit einem Laster in die Partnerstadt Breslau transportiert und dort gleich an Flüchtlinge verteilt beziehungsweise in die rund 560 Kilometer entfernte ukrainische Partnerstadt von Breslau – Lwiw (Lemberg) – weitertransportiert. Benötigte Hilfsgüter sind neben der Babyausstattung unter anderem auch Verbandskästen, Powerbanks, Ladekabel, Akku-Taschenlampen, Schlafsäcke, Isomatten, Zelte, bruchsichere Thermosflaschen, Konserven und Kartons. Aus Breslau wurde darauf hingewiesen, dass keine Kleider mehr benötigt werden. Spender werden daher gebeten, auf Kleiderspenden zu verzichten. Es wird darum gebeten, nur neuwertige und funktionsfähige Sachen zu spenden. Außerdem sollten die Sachen idealerweise in Kartons verpackt sein. Auf Wunsch können Spendenquittungen im Nachhinein erstellt werden. Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, kann spenden an: Stiftung Fundacja Ukraina, IBAN PL85 1090 2398 0000 0001 4935 4384, SWIFT-Code WBKPPLPP, Santander Bank Polska S.A., Kontobezeichnung Save Ukraine, Verwendungszweck Schenkung Save Ukraine.

„An diejenigen gerichtet, die noch etwas für die Ukraine spenden möchten: Kleider werden keine mehr benötigt. Benötigt werden vor allem Milchpulver, Brei und Gläschen für Babys sowie Babyflaschen und Feuchttücher.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Alle Bürger, die Menschen aus der Ukraine mit ihrem Engagement beim Ankommen in Wiesbaden unterstützen möchten, können sich per Mail an ukraine-hilfe@wiesbaden.de wenden. Am Samstag, 12. März, findet außerdem von 10:00 bis 14:00 Uhr auf dem Schlossplatz ein Markt der Hilfe für die Ukraine mit Ständen verschiedener kommunaler, zivilgesellschaftlicher und privater Hilfsinitiativen statt. Dort können sich Bürger über sinnvolle Möglichkeiten der Geld-, Sach- und Zeitspenden informieren. Betroffene aus der Ukraine finden Anlaufstellen, welche Angebote für sie bereitstehen.

Archivfoto ©2022 Volker Watschounek

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Die Seite der UNO-Flüchtlingshilfe finden Sie unter www.uno-fluechtlingshilfe.de.

 

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