Im Durchschnitt gebärt eine Deutsche in Wiesbaden 1,47 Kinder. Bei einer Mutter mit Migrationshintergrund sind es 2,03 – Tendenz steigend.

Wie fast in jedem Jahr kamen mit 1.647 Jungen auch im vergangenen Jahr rund 1,2 Prozent mehr Wiesbadener auf die Welt. Absolut betrachtet waren dies 1.647 Jungen gegenüber 1.570 Wiesbadenerinnen. Der Geburtenrekord aus 2017 wird damit knapp verfehlt. Seit Aufzeichnung der Geburten und auf einen Zeitraum von 40 Jahren ist es dennoch die zweithöchste Anzahl von Geburten.

Türkei, Marokko, Polen

Nachdem die Geburten seit Beginn des Jahrhunderts kontinuierlich zurückgegangen waren fällt auf, dass seit etwa 2010 die Trendwende geschafft wurde, das deutsche Frauen statistisch betrachtet 1,47 Kinder zur Welt bringen (2013 waren es 1,24 Kinder). Frauen anderer Nationalitäten gebären dagegen 2,03 Kinder (2013 waren es 1,38 Kinder). Wer die steigenden Geburtenzahlen allein auf die Flüchtlingswelle zurückführt, liegt falsch. Bei Betrachtung der Herkunftsländer der Mütter fällt auf, dass Mütter aus der Türkei, Marokko und Polen die Statistik anführen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass mit 1.876 der Babys die Zahl der Babys mit Migrationshintergrund einen Höchstwert erreicht.

Kinder nach der Ausbildung

Zuerst eine Ausbildung, erst dann Familie und Kinder – galt nicht nur die vergangenen Jahre. Frauen möchten ebenso leben und erleben. Das zeigt sich an dem durchschnittlichen Alter der Mütter. 29 Prozent der Neugeborenen hatten in 2017 eine Mutter, die 35 Jahre oder älter ist. Vor 20 Jahren betrug dieser Anteil noch 16,8 Prozent und vor 40 Jahren 7,8 Prozent.

In 1.658 Fällen war das Neugeborene das erste Kind der Mutter, in 1.047 Fällen das zweite Kind. Der Anteil der unverheirateten Mütter liegt aktuell bei 31,4 Prozent. Im Jahr 1997 betrug dieser Anteil noch 17,2 Prozent, im Jahr 1977 noch 9 Prozent.

Geburtenüberschuss

Den 3.217 Neugeborenen stehen im Jahr 2017 2.880 Sterbefälle gegenüber, sodass sich ein Geburtenüberschuss von plus 337 ergibt.

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