Cannabis und Wahlkampf: Die SPD spricht sich öffentlich für die Entkriminalisierung von von Gras aus. Grüne, Liberale und Linke wollen das ohnehin schon seit Jahren.

Es kommt Bewegung in die Sache. Die Bundesregierung besteht bisher darauf, dass der Besitz von Cannabis offiziell strafbar bleibt. Bisher: Wie aus Berlin zu hören ist, hat sich die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig dafür ausgesprochen, den Besitz von bis zu sechs Gramm Cannabis von einer Straftat zu einer Ordnungswidrigkeit herabzustufen. Legal wird Cannabis damit nicht! Noch nicht. Die Wiesbadener Stadtfraktion nimmt sich deshalb dem Thema erneut an und wagt wieder einen Vorstoß. Sie möchte Wiesbaden zu einer Cannabis-Modellregion machen.

Pressemitteilung Die Linke

(15.09.2021) Wiesbadens Stadtverordnete Nina Schild nimmt die Nachricht aus Berlin zum Anlass und wagt erneut einen Vorstoß. Sie möchte Wiesbaden zur Cnabis-Modellregion machen und erklärt:

Cannabis wird in Europa seit mehr als 3000 Jahren angebaut und konsumiert. Er wird über alle Schichten der Gesellschaft hinweg konsumiert, und ist keineswegs eine die Droge einer bestimmten Randschicht. Seit Jahren gibt es im ganzen Land immer wieder Diskussionen und Debatten um das Thema der Legalisierung von Cannabis. Die Drogenbeauftragte der Bundesrepublik Deutschland, Daniela Ludwig, kann keine mit Fakten belegten Argumente nennen, welche ihre Verweigerungshaltung stützen würden. Auch eine Umfrage in Apotheken aus dem Jahr 2020 zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine kontrollierte und legale Abgabe von Cannabis ist.  Zudem werden die Strafverfolgungsbehörden durch eine Legalisierung entlastet.

„Wir wollen hier Wiesbaden, wie es nun auch auf Antrag der Linken in Offenbach beschlossen worden ist, zu einer Modellstadt machen, das wissenschaftlich begleitet wird.“ – Nina Schild, Stadtverordnete

Nach Ansicht der Wiesbadener Stadtfraktion Die Linke könnte der legale Canabis-Konsum über feste Abgabestellen in der Innenstadt geregelt werden, Stellen, wo volljährige Personen etwa maximal 10g pro Woche erhalten könnten. Das sei natürlich kein Freibrief für den offenen Handel. Dieser solle auch erst einmal illegal bleiben. Die Linke möchte die Kontrolle über Cannabis in der Stadt steuern und nicht dem Drogenmilieu überlassen. An der Beteiligung an dem Antrag müssen sich die anderen Fraktionen auch in Hinblick auf ihre Wahlversprechen messen lassen – wir sind gespannt, so die Stadtverordnete der Stadtfraktion DIE LINKE Nina Schild.

Um dem Antrag Nachdruck zu verleihen wird am 21.09.2021 um 16.30 Uhr eine Kundgebung, ein Kiff in, vor dem Rathaus stattfinden zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen.

Foto oben ©2021 Pixabay

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Die offizielle Internetseite von  Die Linke finden Sie unter www.dielinke-wiesbaden.de.

 

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