Schon mal was von Fluxus gehört? Falls nicht, wird es höchste Zeit. Die in den 1960ern entwickelte Kunstform negiert alles, was man von klassischer Kunst erwartet. Einen tieferen Einblick bieten der Nassauische Kunstverein und Fluxus-Künstler David Horvitz.

David Horvitz, dreizehnter Stipendiat des von der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Nassauischen Kunstverein vergebenen Stipendiums Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen, übernimmt im Februar für eine Woche den Instagram-Account des Nassauischen Kunstvereins und erweitert damit digital seine Ausstellung lessons.

Distanzunterricht in der Kunst

Da Horvitz aufgrund der Reisebeschränkungen nicht nach Deutschland einreisen konnte, schickt er seit Ausstellungsbeginn am 2. Oktober 2020 jede Woche eine lesson als Luftpostfaltbrief nach Wiesbaden. Mit kleinen Aufgaben und Lehreinheiten, die von Besuchern durchgeführt werden können, gibt er in der Corona-Pandemie eine Art Lehrplan an die Hand, um auf kreative Art und Weise mit der gegebenen Situation umzugehen und den derzeit oft eintönigen Alltag mit den kleinen Übungen zu bereichern.

Digitaler Takeover

Zwar fiel seine Ausstellung lessons der fortwährenden Schließung durch die Pandemie zum Opfer, doch davon lässt sich Horvitz nicht aufhalten. Sein Werk führt der Künstler nun digital fort. Vom 8. bis zum 14. Februar 2021 übernimmt er für eine Woche den Instagram-Account @kunstverein.wiesbaden und Besucher dürfen gespannt auf seinen Takeover sein – denn auch der Kunstverein weiß nicht, was alle in dieser Woche erwarten wird!

Das Follow-Fluxus-Stipendium wurde 2008 vom Nassauischen Kunstverein Wiesbaden und der Landeshauptstadt Wiesbaden initiiert und setzt sich seitdem zum Ziel, internationale junge Künstler zu fördern, die in ihrem Werk die Ideen der Kunstbewegung Fluxus aufgreifen und diese weiterentwickeln.

Zur Person

David Horvitz wurde 1974 im kalifornischen Humboldt (USA) geboren und studierte Kunst am Bard College im Bundesstaat New York. Seine Werke waren bisher weltweit in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, unter anderem in Paris, Avignon, Mailand und New York. Zuletzt gewann er 2018 den Preis der Henraux Stiftung. Er lebt und arbeitet in Los  Angeles. (Bild: Screenshot Instgram Account)

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Die offizielle Internetseite vom Nassauischen Kunstverein Wiesbaden  finden Sie unter www.kunstverein-wiesbaden.de.

 

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