Deutsch gilt in Österreich, Lichtenstein, der Schweiz, in Teilen von Italien, Luxemburg, Belgien und Brasilien als Amtssprache. Die Gesellschaft für Deutsche Sprache ist dort wie in vielen anderen Ländern vertreten.

Alljährlich verleiht die Landeshauptstadt Wiesbaden zur Förderung des kulturellen Lebens den Kulturpreis. Dieser ist mit 5000 Euro dotiert und wird für besondere Leistungen in den Gebieten Bildende Kunst, Musik, Literatur oder Darstellende Kunst vergeben. Die Jury, unter dem Vorsitz des Kulturdezernenten Axel Imholz, entschied sich in diesem Jahr einvernehmlich dazu, die Gesellschaft für deutsche Sprache (Gfds) mit ihrer Zentrale in Wiesbaden auszuzeichnen.

Jurymitglieder – Kulturdezernent Axel Imholz und die kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Rathausfraktionen: Dorothea Angor, Hartmut Bohrer, Gabriele Enders, Dr. Klaus-Dieter Lork, Wilfried Lüderitz, Dr. Hendrik Schmehl, Claudia Spruch und der kommissarische Kulturamtsleiter Jörg-Uwe Funk

Die Gesellschaft versteht sich seit 1947 als Vermittlerin zwischen Öffentlichkeit und Sprachwissenschaft. In hauseigenen Zeitschriften und Publikation beobachtet und dokumentiert sie die Entwicklung des Sprachgebrauchs, berät Privatpersonen und Behörden in sprachlichen Fragen und präsentiert alljährlich das „Wort des Jahres“.

„Es ist für Wiesbaden eine Ehre, dass die Gesellschaft ihren Sitz seit 1965, also seit über 50 Jahren, in der Landeshauptstadt hat.“ – Axel Imholz, Kulturdezernent

Die räumliche Nähe zur Zentrale ist für viele Wiesbadener Firmen und Behörden, aber auch für sprachinteressierte  Wiesbadener von großer Bedeutung. Hier wird eine direkte persönliche Beratung gewährleistet, die auch im Zeitalter der digitalen Suchmaschinen unverzichtbar bleibt.

„In sieben Jahrzehnten hat sich eine große Verbundenheit zwischen Wiesbaden und der Gesellschaft für deutsche Sprache ergeben.“ – Axel Imholz, Kulturdezernent

In Form von Preisen erkennt der Sprachverein die Leistungen der aktiven Sprachgestalter aus der Gesellschaft an. So verleiht er alle zwei Jahre den Medienpreis für Sprachkultur, der in Wiesbaden vergeben wird. Der Hans-Oelschläger Preis für Sprachkritik zeichnet Journalisten aus Fernsehen und Rundfunk aus, die durch ihre Arbeit den Sprachgebrauch kritisch hinterfragen und das Empfinden für ein klares Deutsch stärken.

Daneben führt der örtliche Zweig regelmäßig sprachwissenschaftliche Vorträge in Wiesbaden durch, die ein reges Interesse finden.

Wiesbadens Bürger nehmen gerne die Angebote der Sprachberatung an bzw. besuchen die Vorträge.“ – Axel Imholz, Kulturdezernent

Das 70-jährige Jubiläum der Gesellschaft im vergangenen Jahr war auch Mitanlass für die Jury, die langjährigen Leistungen anzuerkennen und mit dem Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden 2018 zu würdigen.

Über die Gesellschaft für deutsche Sprache

Die Gesellschaft für deutsche Sprache  ist ein hauptsächlich von der deutschen Kultusministerkonferenz und dem Kulturstaatsminister finanzierter Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die deutsche Sprache zu pflegen und zu erforschen sowie die Funktion der deutschen Sprache im globalen Zusammenhang erkennbar zu machen. Der Verein geht auf den  Landgerichtsdirektor Max Wachler und das Jahr 1947 zurück und entstand als Nachfolgeorganisation des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins.

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