Daniela Kneip Velescu zeigt ihre Werke in den Opelvillen, in der Schirn und aktuell als Stipendiatin des Kunstvereins im Bellevue-Saal in Wiesbaden.

Der Kunstverein Bellevue-Saal reiht sich in die Reihe der Kunstförderer der Region ein. Mit einem sogenannte Arbeitsstipendium hat der Verein die vergangenen vier Monate Daniela Kneip Velescu dabei unterstützt, neue Werke zu schaffen – und damit eine weitere Künstlerin der Region präsentiert.

Kunstverein Bellevue-Saal, kurz gefasst

Ausstellung – „Bitter Scent“
Vernissage: Donnerstag, 16. November 2018, um 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 16:00 bis 19:00 Uhr,
Samstag und Sonntag jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr
Wann:
22. November bis 16. Dezember 2018
Wo: Kunstverein Bellevue-Saal, Wilhelmstraße 32, 65183 Wiesbaden
Eintritt: k. A.

In Wiesbaden kehr die Künstlerin Daniela Kneip Velescu ihren künstlerischen Arbeitsprozess umkehren und mit der Foto-Dokumentation des Kunstwerks beginnen. Die Reproduktion eines Kunstwerks in Form eines digitalen Fotos ist mittlerweile unerlässlich, vor allem im Bereich der sozialen Medien. Am Rechner lassen sich im Weitwinkel abgelichtete Ausstellungsansichten ganz bequem konsumieren. Die Dokumentation ist das, was bleibt und ersetzt dabei den Prozess der Kunsterfahrung, indem die bleibenden Bilder die Erinnerten ersetzen. Aber ist das Ausstellungsfoto ein adäquates Medium der Kunstbetrachtung?

Ausstellungsfoto

Produktion, Präsentation, Rezeption und Selbstdarstellung überlagern sich in einem Abbild. Kneip Velescu führt diese über- und bearbeitete Ablichtungen zurück in den Ausstellungraum und geht in ihrer Ausstellung im Bellevue-Saal der Wechselwirkung zwischen Kunstwerk, Dokumentation und Wahrnehmung auf den Grund. Gleichzeitig fordert die Stipendiatin die Betrachter dazu auf, ihre Rolle im Dreiecksgeflecht zwischen Künstler und Kunstwerk zu hinterfragen und entlarvt mit Witz die Mechanismen und Fiktionen des Kunstmarktes.

Kommunikation und Interaktion

In ihrem Werk fixiert Kneip Velescu temporäre Zustände von Gegenständen und Materialien, nur um diese gleich danach wieder in den Prozess von Bedeutungsverschiebungen zu entlassen. Ihre Auseinandersetzungen zeichnen sich durch die Anerkennung des Momentes eines Dazwischen-Seins aus. Kneip Velescu beschäftigt sich mit den Hüllen der Identität, den multiplen Faktoren der Kommunikation und Interaktion und den damit verbundenen Brüchen und Missverständnissen. Das Kunstwerk, bedingt durch seinen Kontext, betreibt auch eine Art Rollenspiel – gleich einer sozialen Haut, wird es rezipiert und interpretiert.

Zur Person Daniela Kneip Velescu

1982 in Bukarest geboren, studierte Daniela Kneip Velescu an der Städelschule in Frankfurt am Main und schloss 2011 als Meisterschülerin bei Prof. Willem de Rooij ab. 2011 begab sie sich mit einem Reisestipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes nach Rumänien, 2012 erhielt sie den Anerkennungspreis der Stiftung Vordemberge-Gildewart und 2013 war sie mit dem Artist-in-Residence-Programm des Kulturamts der Stadt Frankfurt für 2 Monate in Budapest. Einen guten Eindruck über die Künstlerin und ihr Werk erhält man auf ihrer Webseite www.kneipvelescu.de.

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