Das Wetter ist klar, die Natur wird langsam grün – und das im November? Mitnichten. Das Bild der Burg Frauenstein hat uns einfach überzeugt und setzt – wie wir finden – dem tristen Novemberalltag einen warmen Gegenpol.

Das schöne Bild haben wir Holger Schermannski zu verdanken. Soweit er sich erinnert, nutzte er die ersten warmen Frühlingstage für einen ausgedehnten Spaziergang mit der Familie. Der Frühling war jung, überall duftete es – sprossen die Blüten. Eigentlich wollte er mit seiner Frau einen Spaziergang durch die Kirschblüten machen. Dafür war es im März allerdings noch vier Wochen zu früh. Der Plan wurde kurzerhand verworfen und es ging auf eine Runde um die Burg. Geheimtipp: „Dabei haben wir im Wald den Aussichtsturm aus Holz entdeckt und die Aussicht stundenlang genossen.“

Das Bild entstand auf dem Weg dorthin – von der Strasse.

 

Weit reicht die Geschichte der Burg Frauenstein zurück. Sie wurde im 12. Jahrhundert durch Heinrich Bodo von Idstein errichtet. ©2017 Schermannski / Flickr

Burg Frauenstein, wer kennt sie nicht. Sie wurde im 12. Jahrhundert durch Heinrich Bodo von Idstein errichtet. ©2017 Schermannski / Flickr

Burg Frauenstein

Der genaue Ursprung der Burg sei unklar, heißt es auf Wikipedia. Vermutlich war es um das Jahr 1184, dass Heinrich Bodo von Idstein in dem engen Tal eine Burg errichten ließ. Anfangs trug sie den Namen Vrouwensteyn. Im Laufe der Zeit hat er sich zum heutigen „Frauenstein“ verwandelt. In dem Namen steckt zum einen das Wort „Stein“, das zu dieser Zeit den steinernen Wehrturm in einem Adelshof bezeichnete und in manchen Ortsnamen noch heute zu finden ist; Zum anderen verbirgt sich im Namen „Vrouwensteyn“ vermutlich das Wort „Vrouwe“ (Frau): Frauenstein.

Die Burg Frauenstein gehört zu den kleinsten unter den nassauischen Burgen. Sie steht auf einem steilen Felskegel, dessen Ostseite mit der Hangseite des Spitzen Steins verbunden ist.

Verfall

Bis zur Neuordnung Deutschlands 1803 bewohnten Mainzer Beamte die Burg. Danach verfiel sie allmählich. Der Schiersteiner Hofkammerrat Habel stoppte mit Unterstützung des 1821 gegründeten Hessischen Altertumsvereins ihren Verfall und ihre Nutzung als Steinbruch.

Wiederherstellung

1996 kaufte der  Burgverein Frauenstein e. V. die Burg und das dazugehörige Gelände für 1069 DM, also für 1,00 DM je Quadratmeter. Der Verein begann 1997 nach wissenschaftlicher Analyse und unter ständiger wissenschaftlicher Beratung mit der Restauration, die 2005 mit der vollständigen Wiederherstellung des Burgturms beendet wurde. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf knapp 400.000 Euro

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