Linienbusse erhalten an der Berliner Straße Vorfahrt. Wiesbadens Verkehrsdezernent stärkt den Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV). Die Attraktivität des ÖPNV steigt durch Busschleusen, Busspuren und digitalen Ampelanlagen.

Wenn am 24. August die Arbeiten auf der Berliner Straße beginnen, entsteht stadteinwärts eine neue zweigeteilte Ampelanlage. Ziel der zweistufigen Ampelanlage ist es, nur so viel Verkehr auf den hochbelasteten 1. Ring zu lassen, wie dieser abwickeln kann. Dadurch verflüssigt sich der Verkehr. Gleichzeitig erhalten die Busse aus den Bürogebieten, aus Richtung Erbenheim und aus dem Main-Taunus-Kreis bevorzugt Einfahrt in die Innenstadt. Die Maßnahme ist im Luftreinhalteplan für Wiesbaden festgeschrieben und Teil der Projekte Digitale Verkehrssteuerung Wiesbaden (DIGI-V) und Umweltspuren 1. Ring.

„Aus den Bürogebieten fahren hier in den Stoßzeiten tausende Menschen, insbesondere Arbeitnehmer, in dicht getakteten Bussen in Richtung Innenstadt. Bisher werden diese durch Stau ausgebremst.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

Um den Verkehrsfluss zu verbessern und die gewünschte Verkehrssteuerung zu erreichen, wird auf der Berliner Straße und der Abraham-Lincoln-Straße stadteinwärts je eine neue Ampel eingerichtet. Diese sollen sensitiv auf die Verkehrsmenge und die Umweltbelastung reagieren und nur eine verträgliche Anzahl an Autos auf den 1. Ring leiten. Dadurch sollen ständige Staus zwischen Tunnel und Ringkirche verhindert werden. Die neuen Ampeln ermöglichen die getrennte Schaltung für Busse, die so bevorzugt und verzögerungsfrei in die Innenstadt hereingelassen werden können. Auf der Berliner Straße wird in diesem Zusammenhang zukünftig direkt nach Einfahrt in den Stadtbereich Tempo 50 gelten, um durch die harmonisierten Geschwindigkeiten eine bessere und sichere Steuerung zu gewährleisten.

„Indem Angestellte mehr Bus statt Auto fahren, helfen sie den Verkehrskollaps zu verhindern und Wiesbadens Stadtluft zu verbessern. Es ist nur fair, dass sie demnächst mit Vorfahrt zum Ziel kommen.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

Der Baubeginn war ursprünglich für Juli geplant. Wegen fehlenden Verfügbarkeiten der spezialisierten Baufirmen musste er verschoben werden. Am 24. August, gut einen Monat später, geht es jetzt los. Das bedeutet:
(1)  im August wird die Baustelle eingerichtet. (2)  Ende August / September werden die Fundamente für die neuen Ampelanlagen gesetzt (3) im September / Oktober erfolgt die Trassenverbindung zwischen den Anlagen.
Insbesondere während der Einrichtung der neuen Ampelanlagen kann es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen stadteinwärts kommen. Wenn die Termine absehbar sind, wird das verantwortliche Tief- und Vermessungsamt so schnell wie möglich über die genauen Daten informieren.

Radweg für die Abraham-Lincoln-Straße

In der Abraham-Lincoln-Straße entsteht im Zuge der Maßnahme auch die bisher fehlende Radverbindung in Richtung Raiffeisenplatz. Neben der Umweltspur stadteinwärts wird auch ein Radschutzstreifen stadtauswärts markiert. Das Parken ist dort dann nicht mehr möglich. Kurzfristig bestehen alternative Parkmöglichkeiten an der Brita-Arena und auf dem Parkplatz an der Berliner Straße. Mittelfristig soll das geplante Großparkhaus Berliner Straße eine vierstellige Zahl an Stellplätzen für Pendler und Anwohner bereitstellen. Die Stadtverordnetenversammlung hat am 2. Juli den Grundsatzbeschluss für das Parkhaus gefasst.

Luftreinhalteplans

Die neuen Umweltspuren sind Teil des hessischen Luftreinhalteplans für die Stadt Wiesbaden, mit dem ein Dieselfahrverbot abgewendet werden konnte. Sie werden als Baustein des Projektes DIGI-V zur Digitalisierung der Verkehrsströme umgesetzt. Die Maßnahmen werden durch das Tiefbau- und Vermessungsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden geplant und gesteuert.

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Die offizielle Internetseite zur Hessenstrategie Mobilität 2035 finden Sie unter www.mobileshessen2030.de.

 

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