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Innenstadt: Bahnhofstraße Ecke Rheinstraße

Autofahren in Wiesbaden: „Das macht keinen Spaß!“

Wann sind Sie das letzte Mal mit dem Auto in die Stadt gefahren? Wie lange haben Sie einen Parkplatz gesucht? Und wann das letzte Mal von Bierstadt nach Biebrich? Wie lange waren Sie unterwegs. Die Stadt versinkt im Stau.

Volker Watschounek 1 Jahr vor 0

Mit dem Auto in die Innenstadt? Wir hoffen, Sie haben gute Nerven. Seit dem die Luisenstraße gesperrt ist, knubbelt sich der Verkehr in der Rheinstraße. Autofahren macht kein Spaß mehr! Alternativen gibt es nicht!

Frühlingsanfang, überall beginnt die Natur zu sprießen. Verbreitet das leuchtende Gelb am Straßenrand Frohsinn. Richtig gut gelaunt könnte man da unterwegs sein. Wären da nicht Baustellen und Staus. So gesehen ist die Pressemitteilung und der Aufleger der CDU-Rathausfraktion verständlich. Einem Interview zufolge, möchte Wiesbadens Verkehrsdezernent von einer zur nächsten Belastungsprobe umschwenken. Von der Salzbachtalbrücke auf den 2. Ring, denn der soll als nächstes saniert werden. Und was sagt die Innenstadt dazu? Dort ist man es gewohnt im Stau zu stehen. Etwa auf dem Weg zum Markt. Das Parkaus am Dern’schen Gelände ist momentan so leer wie lange nicht mehr. Kommt ja kaum einer hin.

Pressemitteilung, CDU

Kopfloses Verkehrsplanungs-Chaos in Wiesbaden

(30.03.2023) Der Knall der Sektkorken bei der Feier zum Lückenschluss der Salzbachtalbrücke war noch nicht verhallt, da hatte Verkehrsdezernent Kowol (Grüne) nichts Eiligeres zu tun, als anzukündigen, dass er beabsichtigt, nach Fertigstellung der ersten Brückenhälfte im Dezember, Hauptverkehrsachsen in Wiesbaden in neue Baustellen zu verwandeln. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Marc Dahlen: Wiesbaden braucht endlich eine geeignete und maßvolle Planung bei der Baustelleneinrichtung – die Autofahrer, Unternehmer und Nutzer der Busse sind bereits heute über das Maß des Belastbaren hinaus strapaziert.

Kowol möchte – so in einem Zeitungsinterview erklärt – den 2. Ring und die Biebricher Allee nach der Verkehrsfreigabe des südlichen Teils der Brücke sanieren. Sprich zwei neue Mamut-Baustellen einrichten. Damit konterkariert er übrigens auch die Vorfreude von Oberbürgermeister Mende, der in seiner Richtfest-Rede noch beklagte, dass die Menschen seit Jahren jeden Tag enorme Umwege und Zeitverluste in Kauf nehmen müssten. Marc Dahlen fragt: Und jetzt sollen neue Umwege in Kauf genommen werden? Das ist ja unfassbar!

Überraschung: Längere Busse passen nicht auf die Wiesbadener Straßen

Damit nicht genug. Auch im ÖPNV vergrößert ein planungsloses Chaos die Verkehrs-Katastrophe in Wiesbaden. Neustes Beispiel: Die Einführung neuer, weitaus längerer Busse der städtischen ESWE Verkehr. Von der Idee her gut, mehr Menschen transportieren zu können, aber planerisch ein Desaster. Die Busse brauchen mehr Platz. Jetzt, wo sie kurzfristig auf den Weg geschickt werden, fängt man im Verkehrsdezernat an, sich Gedanke zu machen, wie diese monströsen Busse auf die Straßen von Wiesbaden passen, sagt Marc Dahlen. Wo ist da der Plan?

Planlos in Wiesbaden

Es war nicht etwa der Verkehrsdezernent Kowol, der den Anstoß zu dieser Frage gab, sondern ESWE-Geschäftsführer Görnemann. Er fordert für die neuen Busse eine Veränderung im Straßenraum. So müssten Parkplätze wegfallen, Verkehrsinseln umgestaltet und Halteverbotszonen eingerichtet werden. Auch sollen die wegen der Havarie der Salzbachtalbrücke nur provisorisch eingerichteten Busspuren nun plötzlich dauerhaft bleiben. Es bedarf neuer Baustellen und erheblicher finanzieller Mittel. Adressat der Forderung des ESWE-Geschäftsführers war Dezernent Kowol, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der ESWE-Verkehr ist – also quasi dessen Chef. Da fragt man sich wirklich, wer denn nun der Verkehrsdezernent in dieser Stadt ist! sagt Marc Dahlen. Und ergänzt: Eins steht fest: Die katastrophale Verkehrssituation in Wiesbaden wird sich mittelfristig nicht entspannen, weil der Verkehrsdezernent planlos handelt und immer neue Baustellen geschaffen werden.

Foto oben ©2021 Wiesbaden lebt

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Die Internetseite der Die.Linke Rathausfraktion finden Sie unter www.dielinke-stadtfraktion-wiesbaden.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.