Die Ausstellung im zeigt, wie Kunst geschlechtsspezifische Gewalt thematisiert, Grenzen sichtbar macht und Besucher in einen gesellschaftlichen Diskurs führt – heute.
Wiesbaden stellt sich im November gemeinsam mit vielen Städten weltweit der Realität geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Stadt öffnet ihr Rathausfoyer für eine Ausstellung, die nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden will. Studierende der Hochschule RheinMain verwandeln den Raum in ein visuelles Geflecht aus Fragen, Anklagen und mutigen Entwürfen. Sie setzen darauf, dass Kunst nicht nur zeigt, sondern herausfordert – und Bewegung erzeugt.
Rathausfoyer, kurz gefasst
Ausstellung – The Pain of Porn – Für ein Leben frei von Gewalt
Eintritt: frei
Wann: Montag, 17. November, bis Freitag, 28. November 2025
Wo: Stadt Wiesbaden Rathaus, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden
Unter Titeln wie Sicht Bar, Hey, Inside the Circle oder Ich Fordere breitet sich mit der Ausstellung ein Panorama künstlerischer Positionen aus. Besonders eindrucksvoll wirkt die Installation Upskirt. Sie führt in ein nachgestelltes WC, eine Ram, der scheinbar Schutz bietet, und zugleich mit der Verstörung spielt: Unsichtbare oder vielleicht doch sichtbare Kameras stellen das Gefühl von Privatsphäre infrage. Die Arbeit thematisiert heimliche Aufnahmen in Umkleiden oder Toiletten – Bilder, die unter Begriffen wie „Hidden Cam“ millionenfach konsumiert werden und dennoch sexualisierte Gewalt darstellen. Die Studierenden wollen damit die Besucher irritieren, aber auch stärken: Wer sieht, versteht. Wer versteht, handelt.
Ein Überblick – und ein Auftrag
Eine großformatige Plakatwand fasst die Themen zusammen und gibt Orientierung. Sie erinnert daran, dass Gewalt gegen Frauen viele Formen kennt: physisch, psychisch, digital. Die Ausstellung betont, wie dringend Veränderungen bleiben. Organisationen wie „Wiesbaden gewaltfrei“ stehen bereit, um Betroffene und ihr Umfeld auf dem Weg aus der Gewalt zu begleiten. Das Rathausfoyer wird so zum Symbol für Haltung – und für Verantwortung.
Rahmenprogramm in der Stadt
Parallel zur Ausstellung laufen weitere Veranstaltungen in der Srtadt: Das Murnau-Filmtheater zeigt am 25. November Ein Tag ohne Frauen. In Kostheim setzen das Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Reduit und das Polizeirevier ein leuchtendes Zeichen in Orange und weihen die neuen ZONTA-Bänke ein. Die Stadt bündelt Aktionen, um Bewusstsein zu schaffen – und Unterstützung sichtbar zu machen.
Öffnungszeiten und Termine
Die Ausstellung The Pain of Porn – Für ein Leben frei von Gewalt ist vom 18. bis 28. November im Rathaus, Schlossplatz 6, zu sehen. Vernissage war am 18. November um 16 Uhr. Am 25. November, zwischen 10 und 14 Uhr, stehen die Ausstellungsmacherinnen und -macher für Gespräche bereit. Der Eintritt ist frei.
Foto – Arbeit „Upskrit“ cin Vanessa Körner ©2025 Volker Watschounek
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