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SVWW, Wochenendausblick: Jubiläumsspiel.

Wochenendausblick, 27.02. bis 01. März, Tanzen, Träumen, Trompeten

Ein Wochenende in Wiesbaden verspricht Überraschungen: Von antiken Mythen im Theater über tanzende Körper im Ballett, von barocken Trompetenklängen bis zu wütendem Hardcore, von stillen Lesepartys bis zu funkigen Konzerten – ein Streifzug durch Klang, Bewegung und kuriose Begegnungen.

Volker Watschounek 2 Stunden vor 0

Wiesbaden pulsiert: Theater, Tanz, Musik, Punk, Ballett und stille Lesepartys laden zum Staunen, Lachen und Eintauchen in besondere Momente ein.

Manchmal reicht ein Wochenende, um die Stadt neu zu verlieben, besonders, wenn die Srtadt lockt, flüstert, trompetet, tanzt und laut denkt laut. Zwischen Barockklängen und Punkriffs, zwischen Ballettstange und Bücherstapel, zwischen antiker Tragödie und zeitgenössischer Paartherapie entfaltet vom sich 27. Februar bis 1. März ein Programm, das nicht nur unterhält, sondern verführt. Wer sich treiben lässt, entdeckt überraschende Räume, scharfsinnige Stimmen und sehr lebendige Bühnen. Wir geben einen Wochenendausblick für Neugierige, Nachtschwärmer, Frühaufsteher – und alle, die das Dazwischen lieben.

Wochenausblick KW 09

27.02.2026
10:00 | Troja! | 📍 Wartburg
19:30 | Kai Magnus Sting – JA, WIE?! | 📍 Theater im Pariser Hof
20:00 | Kunst im Dunkeln II | 📍 Walhalla im Exil

28.02.2026
10:00 | Repair-Café | 📍 Umweltladen Wiesbaden
10:00 | Antanzen | 📍 Hessisches Staatstheater Wiesbaden
14:00 | 3. Liga, SVWW, Jubiläumsspiel | 📍 Brita Arena
15:00 | Auf der Bank | 📍 —
17:00 | 551. Vespermusik | 📍 Ev. Christophoruskirche
18:30 | PEACE OF MIND – Hardcore Show | 📍 Schlachthof Wiesbaden
19:00 | LESEPARTY | 📍 Literaturhaus Villa Clementine
20:00 | Das Phantom der Oper | 📍 Kurhaus Wiesbaden
20:00 | Der Videobeweis | 📍 Kammerspiele Wiesbaden
20:00 | Schmutzki / Wonach Wir Suchen | 📍 Schlachthof Wiesbaden

22.02.2026
11:00 | 5. Kammerkonzert | 📍 Hessisches Staatstheater Wiesbaden
14:00 | Finissage „Grau, Blau, Geritzt“ | 📍 Stadtmuseum am Markt
15:00 | Tierische Weltreise | 📍 Museum Wiesbaden
16:00 | Bolero – Spanische Klassik | 📍 Kurhaus Wiesbaden
16:00 | Momo | 📍 Velvets Theater
19:30 | Jo van Nelsen – Musenkind | 📍 Theater im Pariser Hof
20:00 | Rosmarin / Lenge | 📍 Schlachthof Wiesbaden

Zwischen Göttern, Gags und völliger Finsternis

Der Freitag beginnt antik und endet experimentell. Im ehrwürdigen Gemäuer der Wartburg hebt sich der Vorhang für „Troja!“ (10:00 Uhr | 🎫 12,00 Euro). Milan Gather inszeniert eine zarte, erstaunlich gegenwärtige Annäherung an den Mythos. Zwei junge Menschen begegnen sich im Bauch des berühmtesten Pferdes der Literaturgeschichte – und statt Schwerter kreuzen sie Blicke. Das Stück verlangsamt den Krieg, belauscht Hermes beim Kommentieren und fragt klug, was Menschlichkeit kostet. Man staunt, fühlt, atmet leiser.

Am Abend poltert und pointiert dann Kai Magnus Sting mit „JA, WIE?! Tacheles und Wurstsalat“ (19:30 Uhr | 📍 Theater im Pariser Hof | 🎫 22,00 Euro) los. Er grübelt, grantelt, glänzt – und serviert absurde Alltagsanalysen mit ruppigem Charme. Zwischen Baumarkt-Existenzialismus und Ruhrgebietsphilosophie zerlegt er das Leben in appetitliche Häppchen. Man lacht über sich selbst. Und ein bisschen über alle anderen.

Wer danach noch sehen will – oder gerade nicht –, begibt sich ins sinnliche Schwarz von „Kunst im Dunkeln II“ (20:00 Uhr | 📍 Walhalla im Exil | 🎫 frei, Spenden willkommen). Hier verschwindet das Licht, doch die Wahrnehmung blüht auf. Hände tasten, Klänge irren, Gedanken leuchten. Eine Jam-Session ohne visuelle Eitelkeit – dafür mit umso mehr Mut. Man verliert die Orientierung und gewinnt überraschend viel.

Samstag – Reparieren, Rotieren, Rasen

Der Samstag beginnt heilsam und endet laut. Im Umweltladen schraubt, näht und rettet das Repair-Café (10:00–14:00 Uhr | 📍 Umweltladen Wiesbaden | 🎫 9,00 Euro). Schraubenzieher sirren, Knöpfe wandern zurück an ihren Platz, Toaster bekommen eine zweite Chance. Hier verlängert man Lebenszyklen und verkürzt Müllberge – pragmatisch, solidarisch, erfreulich unaufgeregt.

Parallel dazu lädt das Hessisches Staatstheater Wiesbaden zum „Antanzen“ (10:00 Uhr | 📍 Hessisches Staatstheater | 🎫 12,00 Euro). Nicht-Profis heben die Arme, strecken die Füße, probieren Haltung und Hingabe. Klassisches Ballett trifft zeitgenössische Lässigkeit. Man schwitzt graziler als gedacht – und verlässt den Raum ein paar Zentimeter größer.

Am Abend bebt der Boden im Schlachthof Wiesbaden: „PEACE OF MIND – Hardcore Show“ (18:30 Uhr | 📍 Schlachthof Wiesbaden | 🎫 VVK 23,85 Euro / AK 25,00 Euro). Mit brachialer Energie, wütender Präzision und solidarischem Szene-Spirit treiben Peace Of Mind, Defiance, Makhaira, Truth Grip und Cruel Division das Publikum in kollektive Ekstase. Hier schwitzt man nicht graziös, sondern glücklich.

Wem der Sinn nach feiner Eskalation steht, der wählt stattdessen die Premiere von „Der Videobeweis“ (20:00 Uhr | 📍 Kammerspiele Wiesbaden | 🎫 28,00 Euro). Heimliche Kameras, entlarvte Routinen, entgleisende Dialoge – Sébastien Thiéry seziert die Ehe mit scharfem Skalpell und schwarzem Humor. Man lacht, während es wehtut. Und erkennt sich erschreckend oft.

Aktuelle Ausstellungen in Wiesbaden

Museum Wiesbaden – Studienausstellung, Speerspitzen der Erinnerung > bis 19. April 2026
Museum Wiesbaden – Louise Nevelson Die Poesie des Suchens > bis 15. März 2026
Museum Wiesbaden – Feininger, Münter, Modersohn-Becker… > bis 26. April 2026
Museum Wiesbaden – Max und mini — Studienausstellung > bis 4. April 2026
Museum Wiesbaden – Unter Druck > bis 9. Augist 2026
Museum Wiesbaden – Speerspitzen der Erinnerung > bis 19. April 2026
Rheinhard-Ernst-Museum – Farbe ist alles > bis 23.06.2026
Stadtmuseum Wiesbaden – Grau, Blau, Geritzt – Westerwälder Steinzeig > bis 01. März 2026
Frauen Museum Wiesbaden – ab dem 12. Februar 2026: Rosa Winkel
Als homosexuell verfolgte Häftlinge in den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau-Dora
Künstlerverein Walkmühle e. V. – Art Remake > bis zum 8. März 2026
BBK Wiesbaden – Künstlerische Statement zur Vielfalt zeitgenössischer Kunst > bis 1. März 2026

Sonntag – Romantik, Rhythmus, Rausch

Der Sonntag klingt zunächst innig. Beim 5. Kammerkonzert ( 11:00 Uhr | 📍 Foyer Großes Haus, Hessisches Staatstheater | 🎫 15,00 Euro) verschränken sich Schumanns „Dichterliebe“ und Brahms’ Klarinettenquintett zu einem warmen, atmenden Klangraum. Ein Tenor singt sehnsüchtig, Streicher antworten zärtlich, die Klarinette schmiegt sich dazwischen. Man versinkt – freiwillig und beglückt.

Am Nachmittag lodert im Kurhaus Wiesbaden musikalisches Feuer: „Bolero – Spanische Klassik von Bolero bis Carmen“ (16:00 Uhr | 📍 Kurhaus Wiesbaden). Die Sinfonia Leipzig entfacht Leidenschaft, lässt Bizets Carmen tanzen, beschwört de Fallas Flammen – und steigert Ravels Bolero unerbittlich ins hypnotische Crescendo. Man wippt erst, dann staunt man, schließlich brennt der Saal.

Und wer das Wochenende tanzend ausklingen lassen will, zieht zurück in den Schlachthof Wiesbaden zu Rosmarin (20:00 Uhr | 📍 Schlachthof Wiesbaden | 🎫 32,00 Euro). Warme Synths flirren, funkige Beats treiben, jugendliche Euphorie strahlt. Zwischen Disco und Indie träumt man sich leichtfüßig in die Nacht – und nimmt ein bisschen Glitzer mit in die neue Woche.

So rauscht, reflektiert und resoniert Wiesbaden durch ein Wochenende, das kaum Pausen duldet. Man muss sich nur entscheiden – oder mutig genug sein, alles mitzunehmen.

Foto – Repair Cafe ©2026 Volker Watschounek

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