Die direkteste Verbindung zwischen Schierstein und Zentrum verläuft entlang der Saarstraße und der Schiersteiner Straße. Alternativrouten gibt es für den Alltagsverkehr nicht. Kritische Abschnitte zu umfahren kostet Zeit.

Mit dem Spatenstich in der Saarstraße beginnt der Saarstraße. Ein Auszug aus dem Radverkehrskozept 2015 zeigt, wie nötig dieser Schritt ist. Der steht, dass die Saarstraße Kfz-Belastungen zwischen 9.000 und 11.000 Kfz/Tag aufweise. Sie liegt damit in den Belastungsklassen II und III. Ein kurzer Abschnitt der Saarstraße liege im Außerortsbereich. Dort sollte zwingend eine Trennung vom Kfz-Verkehr erfolgen. Besonders kritisch ist die Situation. im Abschnitt Wörther-See-Straße – Alte Schmelze. Beidseitig sind die – teilweise sehr schmalen – Gehwege für den Radverkehr freigegeben. In den übrigen Abschnitten muss der Radverkehr im Mischverkehr auf der Fahrbahn fahren.

„Dass jetzt diese wichtige Verkehrsachse zwischen der Innenstadt und Schierstein – und somit auch dem Rheingau – für den Radverkehr fit gemacht wird, sind gute Neuigkeiten. Der Fertigstellung des Rad-Grundnetzes 2020 kommen wir so immer näher.“ Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr

Die Arbeiten zur Errichtung von Radverkehrsanlagen erfolgen von der Rheingaustraße bis zur Erich-Ollenhauer-Straße auf einer Länge von circa 4,7 Kilometer. In Teilbereichen wird auch die Fahrbahndecke saniert. Die Radverbindung verläuft je nach örtlicher Situation entweder als Schutzstreifen oder als baulich getrennter Geh- und Radweg. Im Bereich der Unterführung unter der Bahnlinie hindurch wird den Radfahrenden der topografisch günstige Gehweg zur Nutzung frei gegeben. Im Bereich außerorts zwischen der Überquerung der Autobahn und der Einmündung Sylter Straße wird der vorhandene sehr schmale Geh- und Radweg beidseitig auf ein komfortables Maß verbreitert.

„Für viele Pendlerinnen und Pendler, die aus Schierstein und dem Rheingau täglich in unsere Stadt kommen, wird – mit E-Bike und komfortabler Verbindung – das Rad damit zu einer interessanten Option.“ – Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr

Die Gesamtmaßnahme kommt auch den Fußgängern sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugute: Wichtiger Bestandteil der Planung ist die Verbreiterung des Gehwegs im Bereich der Einmündungen Sylter Straße und Wörther-See-Straße. Somit wird erstmals ein barrierefreier Zugang zu den Bushaltestellen Kallebad geschaffen. Der gesamte Knotenpunkt wird umgebaut und die beiden Bushaltestellen werden in diesem Zuge barrierefrei ausgebaut. Die Baukosten von 2,5 Millionen Euro werden zu 40 Prozent durch das Land Hessen gefördert.

„Für mögliche Verkehrsbehinderungen bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis. Am Ende werden wir dafür mehr Verkehrssicherheit und besseren Komfort für Radfahrende, Bus-Fahrgäste und Fußgängerinnen und Fußgänger erhalten.“ – Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr

Der Ausbau erfolgt in insgesamt 20 einzelnen Bauphasen unter Teilsperrung einzelner Fahrbahnbereiche. Für die Erneuerung der Fahrbahndecken sind an einigen Wochenenden Vollsperrungen bzw. Einbahnstraßenregelungen erforderlich, die jeweils von Freitagnachmittag bis Sonntagabend andauern. 

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Die offizielle Internetseite zum angestrebten Rad-Grundnetz 2020 finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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