Eis glänzt, trägt aber nicht. Wiesbaden warnt vor Lebensgefahr auf gefrorenen Gewässern.
Wenn der Frost die Stadt fest im Griff hat, wirkt Wiesbaden wie verwandelt. Teiche schimmern milchig, Ufer glitzern, Schritte knirschen. Doch was winterlich-romantisch aussieht, täuscht. Die Landeshauptstadt warnt eindringlich davor, Eisflächen zu betreten – am Warmer Damm, im Biebricher Schlosspark und besonders am Schiersteiner Hafen. Lebensgefahr besteht nicht trotz, sondern wegen der Kälte.
Dünn bleibt dünn
Minusgrade härten das Eis nicht automatisch. Strömungen, Zuflüsse und wechselnde Temperaturen unterspülen die Oberfläche. Das Eis trägt ungleichmäßig, bricht unvermittelt. Wer einbricht, verliert im eiskalten Wasser rasch Kraft, Orientierung und Wärme. Minuten entscheiden. Die Statistik kennt kein Erbarmen – das Eis schon gar nicht.
Winteridylle mit Risiko
Urbane Gewässer sind trügerisch. Wege führen nah heran, Bänke laden ein, Kinder lockt die glatte Fläche. Die Stadt appelliert an Eltern, Risiken klar zu benennen. Verbote helfen wenig; Verständnis schützt besser. Humor darf sein, Leichtsinn nicht: Das Eis ist kein Tanzparkett.
Hilfe – aber mit Abstand
Kommt es dennoch zu einem Unfall, zählt kühler Kopf. Sofort 112 wählen, den Ort präzise schildern. Wer helfen will, hält Abstand. Niemals selbst aufs Eis gehen. Stattdessen Abstand vergrößern und Hilfsmittel reichen: Stange, Brett, Seil, Rettungsring oder dicker Ast. Die gerettete Person braucht Wärme, trockene Kleidung und immer ärztliche Abklärung. Heldentum endet sonst schnell doppelt nass.
Symbolbild – Eisfläche, betreten verboten. ©2026 KI-generiert / Wiesbaden lebt!
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Was tun, wenn man ins Eis eingebrochen ist?



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