Das er mit unerfahrenen Partner gewinnen kann, hat Wulschner im vergangenen Jahr beweisen. 2018 ist Catch Me T. erfahrener.

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier stand für Holger Wulschner im vergangenen Jahr von Anfang an unter einem besonderen Stern. Das hätten er und seine Frau vorher noch nie gemacht, erinnert sich der Champion. „Dass meine Frau und ich allein mit nur einem Pferd zum Turnier gefahren sind.“ Und dann haben sie gewonnen.

„Wer mir ein halbes Jahr zuvor gesagt hätte, dass die Stute einen Großen Preis gewinnt, den hätte ich gefragt, wie viel er getrunken hat.“ – Holger Wulschner

Das PfingstTurnier wollte der Springprofi auf keinen Fall verpassen. Seine anderen Pferde waren alle zuvor bereits einige Turniere gegangen. So bekam die junge Catch Me T ihre Chance. Noch nie zuvor war die damals Neunjährige bei einem Großen Preis an den Start gegangen.

„Wir haben Catch Me T vierjährig gekauft. Sie kam aus einem Handelsstall, ließ sich kaum reiten und stand hauptsächlich auf zwei Beinen, aber sie konnte springen.“ – Holger Wulschner

Für Wulschner und seine Frau seien die PfingstTurnier-Tage 2017 wie Urlaub gewesen, erzählt er heute noch . Mit nur einem Pferd und zwei Personen, einer Pflegerin, einem Reiter – war sei das gemütlich gewesen. Zusammen habe sich das Paar Zeit genommen – schön Essen zu gehen, spazieren zu gehen, das Turnier zu genießen: Anders als sonst, standen in Wiesbaden nur zwei Prüfungen auf dem Programm. „Das war umso schöner!“

„Ein großer Dank gilt meiner meine Frau, die mir in fünf Jahren bei der Ausbildung von Catch Me T. sehr geholfen hat und immer ruhig geblieben ist.“ – Holger Wulschner

Wulschner kommt seit mehr als zehn Jahren in den Schlosspark. „Die Logistik, die Anreise, das ist ja mitten in der Stadt nicht so einfach“, weiß der PfingstTurnier-Stammgast, „aber der Park, der Flair mit den Papageien und der große Rasenplatz – das entschädigt für alles. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Wie im vergangenen Jahr ist der Große Preis von Wiesbaden auch 2018 die dritte Etappe der DKB-Riders Tour und gerade an dieser Stelle für Wulschner perfekt passend: Wiesbaden mit dem Park und dem großen Rasenplatz sei für viele Pferde wie Aachen, sagt Wulschner. „Entweder Du hast Pferde, die lieben den großen Platz und wachsen über sich hinaus. Oder sie werden klein wie die Hasen, dann braucht man gar nicht weiter zu reiten.“

Wiesbaden Fan

Wulschner ist ein klarer Wiesbaden-Fan – wegen des Parks, des großen Platzes, aber auch weil „Wiesbaden kein ‚gepuschtes‘ Turnier ist. Dieses Turnier ist gewachsen. Als Junge habe ich das PfingstTurnier schon im Fernsehen verfolgt und gedacht, wenn man da mal reiten könnte. Ein paar Jahre später war ich tatsächlich dort am Start – Wahnsinn! Das war für mich wie eine Zeitreise.“ Trotz der jahrzehntelangen Tradition habe sich das Turnier immer weiter entwickelt, sei modern geblieben und „die Veranstalter, der Verein hat sein Herzblut behalten. Das merkt man auch den Zuschauern an: die Zuschauer leben dieses Turnier.“

Plan Titelverteidigung

In diesem Jahr werden die PfingstTurnier-Tage für Wulschner nicht ganz so entspannt wie im vergangenen – aber fast. „Dieses Jahr komme ich wahrscheinlich mit zwei Pferden“, erklärt er. „Und ich denke, meine Frau kommt auch wieder mit.“ Die Titelverteidigung wird in Angriff genommen…

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